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Worüber wir uns ein bisschen ärgern . . .

Wir ärgern uns ein bisschen. Wir ärgern uns im Namen des SC Großrosseln, des SV Walpershofen und des SV Karlsbrunn II. Diese drei Mannschaften sind nach grandiosen Leistungen in dieser Saison verdient Meister geworden. Großrosseln schaffte das schon vor drei Wochen, Karlsbrunn II hatte den Sack vor zwei Wochen zugemacht

Wir ärgern uns ein bisschen. Wir ärgern uns im Namen des SC Großrosseln, des SV Walpershofen und des SV Karlsbrunn II. Diese drei Mannschaften sind nach grandiosen Leistungen in dieser Saison verdient Meister geworden. Großrosseln schaffte das schon vor drei Wochen, Karlsbrunn II hatte den Sack vor zwei Wochen zugemacht. Und Walpershofen landete den Titel-Coup in einem Herzschlagfinale am letzten Spieltag. Wer Meister wird, der sollte auch mit einem Aufstieg belohnt werden. So gehört sich das im Fußball. Im Saarland ist das aufgrund der Spielklassenreform in diesem Jahr aber anders. Die Aufstiegsregelung wurde weitestgehend ausgesetzt. Nur die Landesligameister steigen direkt und ohne zusätzliche Relegation auf - in die neue Saarlandliga. Alle anderen Meister werden eigentlich so behandelt, als ob sie Fünfter (in der Bezirksliga), Siebter (in der Kreisliga A) oder Letzter (in der Kreisliga B) geworden wären. Immerhin hat ein B-Liga-Meister noch die Chance, über eine Relegation in die Bezirksliga zu kommen.Eine Meisterschaft ist das Größte, was man als Sportler erreichen kann. Davon erzählt man später noch seinen Kindern und Kindeskindern mit leuchtenden Augen. Das können die Spieler des SC Großrosseln, des SV Walpershofen und des SV Karlsbrunn II natürlich auch tun - wenngleich ihre Augen dann nicht so stark leuchten werden. Denn sie werden ihren Nachkommen einmal erzählen müssen, dass der Gewinn des Meistertitels in der Saison 2008/2009 eigentlich so viel Wert war wie 50 Ost-Mark. Und das ärgert uns ein bisschen.