| 20:55 Uhr

Kommentar zur Frauenquote
Wo bleibt bei einer Quote das Leistungsprinzip?

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Macht eine Frauenquote wirklich alles besser? Nein. Einen Frauenanteil von 50 Prozent, wie von einigen CDU-Mitgliedern jetzt gefordert, wird es kaum geben. Die ungleichen Machtverhältnisse werden weiter Bestand haben, und das Gerede von Gleichstellung der Geschlechter wirkt gar peinlich. Von Teresa Bauer

Eine Konsequenz der Quote: Das Leistungsprinzip bleibt unbeachtet. Ob jemand für den Job geeignet ist oder nicht, sollte anhand der Leistung gemessen werden, nicht am Geschlecht. Allein das Wort „Quote“ macht diesen Gedanken schon zunichte. Zwar rücken die Frauen dadurch ein kleines Stück näher an einen Zustand, der eigentlich längst Normalität sein sollte. Aber wer will schon auf die Position der Quotenfrau reduziert werden? Ist es nicht viel schöner zu wissen, dass der Erfolg und der Karriereaufstieg einem selbst und nicht einem Gesetz zu verdanken sind? Das ermöglicht keine Quote.