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Wahl zum Mister Germany
Wird er der schönste Mann Deutschlands?

Den Waschbrettbauch wird Pascal Kappés auch am Samstag auf dem Laufsteg präsentieren. In Ägypten probte er am Strand.
Den Waschbrettbauch wird Pascal Kappés auch am Samstag auf dem Laufsteg präsentieren. In Ägypten probte er am Strand. FOTO: Laura Meyer / Pascal Kappés (Mister Saarland,
Hurghada. Mister Saarland, Pascal Kappés aus Bischmisheim, tritt am Samstag beim Mister-Germany-Finale an. Patricia Heine

Die ägyptische Sonne knallt ihm auf den Bauch. Morgens am Pool. Im Dezember. Eine Verschnaufpause für Pascal Kappés, den schönsten Mann des Saarlandes. Zeit, nach Hause zu telefonieren. „Alles gut bei dir?“, beginnt er das Gespräch. Als würden wir uns jahrelang kennen. Dabei ist es unser erster Kontakt. Aber so ist er. Offen. Locker. „Einfach Positiv verrückt“, wie er selbst sagt. Eigenschaften, die der Mister Germany braucht. Denn diesen Titel will sich der Bischmisheimer am Samstag holen. Bei der Wahl in Linstow in der Nähe von Rostock.



„Ich bin mega gut vorbereitet. Ich fühle mich gut“, sagt Kappés. Das liegt unter anderem an der ägyptischen Sonne. Die vergangene Woche hat der 27-Jährige gemeinsam mit den anderen 15 Mister-Germany-Kandidaten im Vorbereitungscamp in Hurghada verbracht. Die Pause am Pool – eine Ausnahme. Das Lager-Leben ist teilweise „wirklich übel“, erzählt Kappés. 4.30 Uhr: Aufstehen. 5 Uhr: das erste Shooting. Frühstücken, Fitnesstraining, Tanztraining. Aber nicht nur der Körper muss stimmen. Auch die Manieren – am Tisch zum Beispiel oder auf dem roten Teppich. Das Gesamtbild müsse stimmen. „Wichtig ist, dass man positiv ist, sich gut fühlt, viel lacht, eine Ausstrahlung hat“, erklärt der Saarländer. Dafür müsse er sich nicht verstellen: „Ich könnte nichts schauspielen, was ich nicht bin.“

Dabei verdient Kappés mit dem Schauspielen sein Geld – als Hauptdarsteller in der RTL-II-Seifenoper „Berlin – Tag & Nacht“. Seiner Heimat hat er dafür im März den Rücken gekehrt. Ein Hauptstädter ist er jetzt. Sein Herz jedoch schlägt immer noch saarländisch. Freunde und Familie vermisse er sehr. „Sie sind die Kraft, die mich vorangetrieben hat“, sagt Kappés. Die Kraft in schweren Zeiten. Der Mister Saarland des Jahres 2017 musste sie schon früh durchleben. Bei einem schweren Verkehrsunfall am Grenzübergang Goldene Bremm stirbt am 8. März 2002 Rudi Kappés, Pascals Vater, saarländische Spieler- und Trainer-Legende im Fußball. Pascal ist zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zwölf Jahre alt. Mit viel Unterstützung kämpft er sich zurück ins Leben. Findet seine Spur wieder.

Eine Jury kürt Pascal Kappés Anfang des Jahres zum Mister Saarland. „Das war eine Sensation. Nachdem ich schon sehr viel Mist erlebt habe“, erzählt er. Gestärkt durch einen ganzen Fanclub. 30 Leute. Familie. Freunde. Auf ihren T-Shirts trugen sie Aufkleber mit: „Team Pascal Kappés #poweron“. Sein Lebensmotto. „Für Linstow haben sie leider nicht alle Karten bekommen“, erzählt er. Aber ein Teil von ihnen wird am Samstag da sein. Die Aufkleber natürlich auch. Und dann will er es allen zeigen. Vor allem denen, die nicht an ihn geglaubt haben, sagt er. „Ich bin der Mister Saarland. Ich werde Mister Germany!“ Eine Kampfansage.

Der Kampf im Camp allerdings sei ausgeblieben. „Natürlich sind wir alle Konkurrenten, aber wir sind alle Teamplayer.“ Keiner tanze aus der Reihe. Keiner „mache Stunk“. Eine Quad-Tour durch die Wüste Ägyptens haben die Jungs zusammen im Camp erlebt. „Die Stimmung ist mega gut, als würden wir uns alle schon ewig kennen, wie in einer Mannschaft“, erzählt Kappés. Das Gefühl scheint der Saarländer schnell zu vermitteln. Egal ob Interview oder Trainingslager. Hört sich nach einem Mister Germany an, oder nicht? Das Lächeln jedenfalls sitzt. Die Frisur auch. Das Sixpack kann sich sehen lassen. Obwohl Kappés zugibt, dass er sich ab und zu mal einen Burger gönnt. Bis Samstag hält er sich aber wohl zurück. Damit er auf dem Laufsteg auch in Badehose die Jury umhaut.

Schon früh morgens beginnt im Camp das Training mit den Hanteln. Von nichts kommt nichts.
Schon früh morgens beginnt im Camp das Training mit den Hanteln. Von nichts kommt nichts. FOTO: Laura Meyer / Pascal Kappés (Mister Saarland,