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"Wir sind im Weinolymp angekommen"

Ralf und Brigitte Petgen
Ralf und Brigitte Petgen
Ist diese Bewertung in der Fachmagazin Weinwelt eine Premiere für Ihr Weingut?Brigitte und Ralf Petgen: Wir haben bereits mit dem Jahrgang 2008 an der großen Rieslingverkostung des Magazins Weinwelt teilgenommen. Damals erreichte unser Riesling bereits hervorragende 85 Punkte. Mit dem Ergebnis der diesjährigen Verkostung sind wir nun endgültig im Weinolymp angekommen

Ist diese Bewertung in der Fachmagazin Weinwelt eine Premiere für Ihr Weingut?Brigitte und Ralf Petgen: Wir haben bereits mit dem Jahrgang 2008 an der großen Rieslingverkostung des Magazins Weinwelt teilgenommen. Damals erreichte unser Riesling bereits hervorragende 85 Punkte. Mit dem Ergebnis der diesjährigen Verkostung sind wir nun endgültig im Weinolymp angekommen. Unsere 2010er Riesling Ayler Kupp Auslese Saar Steillage erzielte glänzende 87 Punkte.

Welchen Platz haben Sie belegt?

Brigitte Petgen: Damit sind wir unter den sechs besten Betrieben im restsüßen Bereich des Anbaugebiets Mosel gelandet und werden in einem Atemzug mit renommierten Saar-, Mosel- und Ruwer Betrieben genannt.

Wie viele Weine wurden getestet?

Ralf Petgen: 1106 Rieslinge aus allen deutschen Anbaugebieten

Welches Gebiet umfasst das Moselanbaugebiet?

Brigitte Petgen: Das ehemals als Mosel-Saar-Ruwer bekannte Gebiet von Perl bis Koblenz.

Was bedeutet es für einen Wein, zu den besten restsüßen Moselrieslingen zu zählen?

Ralf Petgen: Noch vor rund 100 Jahren gehörten edelsüße deutsche Rieslingweine zu den begehrtesten und teuersten Tropfen weltweit. Die spektakulären Erfolge edelsüßer deutscher Rieslinge bei internationalen Weinwettbewerben, Höchstbewertungen in internationalen Fachzeitschriften und neuerdings sogar Spitzenbewertungen durch den Weinpapst Robert Parker haben zu einem wahren Run auf die edelsüßen deutschen Spitzenweine geführt.

Was versteht man genau unter Restsüße?

Ralf Petgen: Die Restsüße ist die auch als Restzucker (kurz RZ) oder Zuckerrest bezeichnete Menge an natürlichem Zucker im Wein in Gramm pro Liter, die durch ein spontanes Ende der Gärung oder durch eine gezielte Unterbrechung der Gärung erhalten bleibt. Der Restzucker besteht im Wesentlichen aus Fructose (Fruchtzucker), weil die Glucose (Traubenzucker) schneller in Alkohol und Kohlendioxid umgewandelt wird, sowie auch aus nicht vergärbaren Zuckerarten .

Kann Restsüße durch eine ausgefeilte Ausbautechnik im Keller optimiert werden?

Ralf Petgen: Durch das oben bereits erwähnte Verfahren entweder mittels Kühlung oder Filtration.

Ist diese Bewertung ein Erfolg für Ihr Weingut?

Brigitte Petgen: Es ist ein großer Erfolg. An diesem Wettbewerb haben die besten Mosel-Weingüter teilgenommen. Darunter so namhafte Betriebe wie Reverchon/ Filzen, Vereinigte Hospitien Trier, Clüsserath-Weiler Trittenheim, die Gutsverwaltung von Schubert in Mertesdorf oder die Bischöflichen Weingüter in Trier, um nur einige zu nennen.

Der Riesling stammt aus der Lage Ayler Kupp an der Saar. Fotos: rup
Der Riesling stammt aus der Lage Ayler Kupp an der Saar. Fotos: rup