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"Wir machen ein richtiges Fest daraus"

Elm/Sprengen. Den Titel haben sie nicht errungen. Einen Grund, die Sektkorken knallen zu lassen, gibt es für die Handballer des TuS Elm/Sprengen trotzdem. Als Verbandsliga-Zweiter steigt das Team von Trainer Markus Zeimet mit Meister HC Fischbach in die Saarlandliga auf. Die Rückkehr in die höchste saarländische Spielklasse stand bereits nach dem Sieg in Völklingen fest

Elm/Sprengen. Den Titel haben sie nicht errungen. Einen Grund, die Sektkorken knallen zu lassen, gibt es für die Handballer des TuS Elm/Sprengen trotzdem. Als Verbandsliga-Zweiter steigt das Team von Trainer Markus Zeimet mit Meister HC Fischbach in die Saarlandliga auf. Die Rückkehr in die höchste saarländische Spielklasse stand bereits nach dem Sieg in Völklingen fest. Sechs Wochen später soll der Erfolg nun mit den Fans in der Jahnsporthalle Schwalbach gebührend gefeiert werden. Gegner im letzten Heimspiel (Samstag, 17.30 Uhr) ist der TV Kirkel. "Wir machen ein richtiges Fest daraus", verrät Klaus Wein. Denn auch die Frauen-Mannschaft hat den Aufstieg geschafft. Zwei Jahre nach der Neugründung sei Platz zwei in der A-Klasse ein großer Erfolg, findet der TuS-Pressesprecher. Keine Neugründung, aber ein Neuanfang war die Umgestaltung der ersten Mannschaft nach dem Abstieg vor zwei Jahren gewesen, sagt Wein. "Unsere Philosophie hat sich geändert. Statt auf auswärtige Spieler setzen wir heute fast ausschließlich auf Sprenger Handballer, besonders auf den Nachwuchs." Dass sich nach dieser deutlichen Zäsur der Erfolg nicht sofort einstellt, war allen klar. Im ersten Jahr nach dem Abstieg musste sich das junge Team erst finden. Trotzdem stand am Ende ein vierter Platz. Die wichtigste Veränderung in dieser Saison fand auf der Trainerbank statt. Nach nur einem Monat warf Michael Ditzler das Handtuch. Mit Markus Zeimet kam ein alter Bekannter, der die "erste Welle" früher schon einmal trainiert hatte. Als Trainer des Top-Teams Saar hatte Zeimet sein Händchen im Umgang mit jungen Talenten bewiesen. Das war der Grund für seine Verpflichtung. Binnen kurzer Zeit gelang es dem früheren Regionalliga-Spieler, der TuS-Riege einen anderen Charakter zu geben. Der 42-Jährige schöpfte das Potenzial voll aus. "Der Siegeswille war nun auch nach Rückständen zu spüren. Von Resignation keine Spur mehr", beobachtete Wein. Gegen Kirkel (Hinspiel: 29:24) will sich der künftige Fünftligist den eigenen Fans noch einmal von seiner Schokoladenseite zeigen. Bei der Handball-Begeisterung, die im kleinen Schwalbacher Ortsteil Sprengen herrscht, dürfte dem TuS ein volles Haus sicher sein. ros