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„Wir haben den besten Kader“

David Osmani (Mitte) kam von Bezirksliga-Aufsteiger SV Oberlinxweiler nach St. Wendel und soll dort den Sturm verstärken.Foto: taf
David Osmani (Mitte) kam von Bezirksliga-Aufsteiger SV Oberlinxweiler nach St. Wendel und soll dort den Sturm verstärken.Foto: taf FOTO: taf
St Wendel. Die neue Spielgemeinschaft SG St. Wendel steht kurz vor ihrer Pflichtspiel-Premiere. Nächste Woche Samstag erwartet die Mannschaft von Trainer Roland Rein im Pokal den SC Eiweiler, eine Woche später ist der Ligastart beim SV Remmesweiler. Die SG will gleich in ihrer Premieren-Saison Meister werden. Von SZ-Mitarbeiter Philipp Semmler

Die Neugierde auf die neue SG St. Wendel ist groß. Die beiden Fußball-Vereine der Kreisstadt, der SV Blau-Weiß und der FC St. Wendel, gehen in dieser Saison erstmals in einer Spielgemeinschaft an den Start (wir berichteten). Und plötzlich ist der Fußball, der lange Zeit in der Stadt im Dornröschenschlaf lag, weil beide Clubs nur in der untersten Spielklasse spielten, wieder ein Gesprächsthema. "Wir hatten schon bei einigen Freundschaftsspielen fast 100 Zuschauer. Bei unserem 2:0-Sieg gegen die SF Winterbach (Landesliga, Anm. d. Red.) waren in der Pause die Rostwürstchen auf dem Sportplatz alle", berichtet der neue SG-Spielertrainer Roland Rein. Normalerweise finden Freundschaftsspiele unterklassiger Mannschaften eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der ehemalige Regionalligaspieler Rein (bei Borussia Neunkirchen und der SV Elversberg) spürt diese Euphorie rund um die neue SG auch im Training. "Im Schnitt kommen 28 Spieler. Der Spitzenwert lag sogar bei 35. Das ist für diese Spielklasse sehr gut", erklärt er. Durch die Bündelung der Kräfte zählt die SG in der neuen Runde auch zu den Top-Kandidaten auf den Titel und den Aufstieg in die Bezirksliga. Die Favoriten-Rolle nimmt der Spielertrainer auch an: "Die Meisterschaft ist auch unser Ziel", sagt der 35-Jährige. "Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, aber wir haben einfach den besten Kader aller Mannschaften."

Von der Stammelf des FC (vergangene Saison Zehnter) hat kein Akteur den Club verlassen. Vom SV Blau-Weiß, der vergangene Runde als Vizemeister erst in der Aufstiegs-Relegation zur Bezirksliga scheiterte, sind mit Steffen Lenhardt (zum Saarlandliga-Aufsteiger VfL Primstal) und Devid Rein (zum Ligakonkurrenten TuS Hirstein) nur zwei Stammkräfte zu anderen Clubs gewechselt.

Dafür hat sich die Spielgemeinschaft mit fünf neuen Akteuren verstärkt. Spielertrainer Rein hat von seinem bisherigen Club, dem Landesligisten SV Grügelborn, noch seinen Bruder Florian Rein sowie Philipp Jurkschat (beide Mittelfeld) mitgebracht. Zudem wurden noch Stefan Schön (vom Verbandsligisten FSG Schiffweiler) fürs Mittelfeld sowie Stürmer David Osmani vom Bezirksliga-Aufsteiger SV Oberlinxweiler geholt.

Am Samstag, 3. August, um 16 Uhr feiert die Spielgemeinschaft im Sportzentrum St. Wendel ihre Pflichtspiel-Premiere. Gegner ist dann in der ersten Runde des Saarlandpokals der SC Eiweiler (bei Heusweiler). Am darauf folgenden Samstag erwartet die Rein-Elf dann ebenfalls im Sportzentrum den SV Remmesweiler zum Liga-Auftakt in der Kreisliga A Weiselberg. Dort geht die erste Mannschaft der SG an den Start. Die zweite Mannschaft der SG spielt in der Kreisliga A Schaumberg.