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Willi-Graf-Schulen feierten besonderes Jubiläum

Saarbrücken. Mit einem Festgottesdienst in der Basilika St. Johann haben die Willi-Graf-Schulen an ihre Gründung erinnert. Das Willi-Graf-Gymnasium war vor 40, die Willi-Graf-Realschule vor 30 Jahren vom Bistum Trier eröffnet worden. Die Schulen erinnern mit ihrem Namen an den saarländischen Widerstandskämpfer Willi Graf, der im Oktober 1943 von den Nazis ermordet wurde

Saarbrücken. Mit einem Festgottesdienst in der Basilika St. Johann haben die Willi-Graf-Schulen an ihre Gründung erinnert. Das Willi-Graf-Gymnasium war vor 40, die Willi-Graf-Realschule vor 30 Jahren vom Bistum Trier eröffnet worden. Die Schulen erinnern mit ihrem Namen an den saarländischen Widerstandskämpfer Willi Graf, der im Oktober 1943 von den Nazis ermordet wurde. Prälat Herbert Hoffmann, 25 Jahre lang Religionslehrer und Seelsorger an den Willi-Graf-Schulen und heute Leiter der Abteilung Schule in der Trierer Bistumsverwaltung, erinnerte in seiner Festpredigt an den Beginn der Schulen und ihren Auftrag. So habe die erste Schulzeitung den Namen "Baustelle" getragen. Eine Baustelle seien die Willi-Graf-Schulen geblieben, so der promovierte Theologe. Immer wieder seien die Fundamente zu sichern und die Erfahrungsräume zu gestalten, "in denen Heranwachsende lernen, wie leben und glauben geht und wie eine menschenwürdige Zukunft aussehen kann". Immer neu müsse nach den Beweggründen gefragt werden, die Lernen und Leistung ermöglichen und auch nach den Beweggründen der Lehrer, sich jeden Tag neu auf die Schüler einzulassen. Die Willi-Graf-Schulen hätten ihre Zukunft noch vor sich. Je weiter die Pluralisierung und Individualisierung der Gesellschaft fortschreite und je unübersichtlicher sie werde, umso schwerer hätten es junge Menschen, sich selbst und ihren eigenen Weg zu finden. Die Entwicklung einer eigenen Identität sei aber Voraussetzung dafür, dass Talente und Fähigkeiten entdeckt und ausgeschöpft werden. Das aber sei Voraussetzung dafür, dass jemand die Gesellschaft - "und als Christ die Kirche" - mitgestalten kann. Selbstwerdung und Menschwerdung könne nur gelingen, "auf einem tragfähigen Fundament und bei einer hoffnungsvollen Perspektive. Das Ziel bestimmt den Weg und die Beweggründe". Er dankte allen, die an diesen Schulen "ihr Bestes eingebracht haben und einbringen, sich selbst nämlich".jkn