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Wie Kinder ihren Ort planen

Amelie Kleber (rechts) überraschte bei der ersten Kinderkonferenz in Ormesheim mit einem gebastelten Zirkuszelt, um ihren Wunsch nach einem Zirkus-Kinderfest zu präsentieren. Auch Eva-Louise Steinmetz (links), Pressewart von "Loki", zeigte sich bei ihrer Moderation von der Idee begeistert. Am Ende landete das Zirkus-Kinderfest auf dem zweiten Platz der Wunschliste. Foto: Peter Badt
Amelie Kleber (rechts) überraschte bei der ersten Kinderkonferenz in Ormesheim mit einem gebastelten Zirkuszelt, um ihren Wunsch nach einem Zirkus-Kinderfest zu präsentieren. Auch Eva-Louise Steinmetz (links), Pressewart von "Loki", zeigte sich bei ihrer Moderation von der Idee begeistert. Am Ende landete das Zirkus-Kinderfest auf dem zweiten Platz der Wunschliste. Foto: Peter Badt
Ormesheim. Wenn es nach dem Willen der Jüngsten geht, dann soll in Ormesheim vorrangig ein Moutainbike-Parcours entstehen. Das ist jedenfalls der erklärte Wunsch der meisten Kinder und Jugendlichen, die bei der ersten Ormesheimer Kinderkonferenz über fünf Ideen und Vorschläge zur Erweiterung ihres Spielraumes abstimmen konnten Von SZ-Mitarbeiter Peter Badt

Ormesheim. Wenn es nach dem Willen der Jüngsten geht, dann soll in Ormesheim vorrangig ein Moutainbike-Parcours entstehen. Das ist jedenfalls der erklärte Wunsch der meisten Kinder und Jugendlichen, die bei der ersten Ormesheimer Kinderkonferenz über fünf Ideen und Vorschläge zur Erweiterung ihres Spielraumes abstimmen konnten. Es ging hoch her im Dorfgemeinschaftshaus, wo sich junge Familien mit ihren Kindern auf Einladung von "Loki" (Lobby für Kinder), dem Verein zur Förderung von Kindergarten und Grundschule in Ormesheim, trafen.Bei der ersten Kinderkonferenz stellten die Kleinen ihre Wünsche vor. Annamaria Gratz beispielsweise hatte einige Ideen auf ein großes Blatt Papier gemalt, wie sie sich den Ausbau des Spielplatzes im Mandelbaumweg vorstellt. Ein Barfußweg gehört ihrer Meinung nach ebenso auf diesen Spielplatz wie eine Seilbahn und eine Spielzeugkiste. Chiara-Luna Breitschuh denkt ähnliches über den Spielplatz in der Mozartstraße, der ebenfalls an Attraktivität gewinnen müsste, und zwar mit einem Piratenschiff. Ein weiterer Vorschlag kam von Alexander Buchholz, der einen Erlebnisweg im Wald vorstellte. Ein Wald- und Wasserspielplatz könnte an einer geeigneten Stelle eingerichtet werden, ebenso wünschte er sich Rätselstationen und einen Fledermauspfad. Amelie Kleber überraschte die Kinderkonferenz sogar mit einem gebastelten Modell ihrer Idee. Sie träumt von einem Zirkus-Kinderfest, bastelte dazu ein tolles Zirkuszelt mit Beleuchtung. Ihr Vorschlag landete am Ende auf dem zweiten Platz, er musste sich nur der Idee von einem Mountainbike-Parcours, den Anna-Lena Hoffmann, Jakob Marmit und David Thinnes mit zahlreichen Bildern veranschaulichten, geschlagen geben.


Alexandra Meyer, die Vorsitzende von "Loki", will den Wunsch der Kinder so schnell wie möglich realisieren. Schon in Kürze plant der Vorstand von "Loki", sich von einem Parcours mit Sprunghügeln und Wellenbahnen einen Eindruck zu machen. Dann soll ein entsprechender Bauantrag bei der Gemeinde eingereicht werden. Ein möglicher Standort des Mountainbike-Parcours scheint mit dem oberen Bereich des Spielplatzes in der Mozartstraße bereits gefunden zu sein. Alexandra Meyer sieht darin auch einen Ansatz, diesen Spielplatz wiederzubeleben, nachdem in der Vergangenheit dort mehrere Spielgeräte wie ein Turm und eine Kletterwand abgebaut worden waren.

Einer Finanzierung des Mountainbike-Parcours blickt der Verein gelassen entgegen. Zum einen verfüge "Loki" noch über einen gewissen finanziellen Grundstock, zum anderen seien bereits potenzielle Sponsoren für die Projekte von "Loki" kontaktiert worden.



Auch der zweite Kinderwunsch, ein Zirkus-Kinderfest, soll in Erfüllung gehen. Ob ein solches Fest aber noch in diesem Jahr auf dem Theo-Carlen-Platz gefeiert werden kann, muss abgewartet werden, denn Clowns und Artisten sind meist längerfristig für ein Engagement ausgebucht.

Bei der Kinderkonferenz wurden zudem zwei Projekte vorgestellt, die schon bald in die Tat umgesetzt werden können. Zum einen ist ein Multifunktionsfeld auf dem Schulhofgelände in der Planung. Dort können dann die verschiedensten Ballsportarten betrieben werden. Zum anderen wird der TuS Ormesheim am 18. Juni das DFB-Mobil begrüßen und damit am Fußball interessierte Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren ansprechen.