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Wetter sorgt in Spiesen für ein Dressurturnier der Extreme

Nachwuchsreiterin Irene Weber (RV Bliestal) gewann in Spiesen souverän die Dressurprüfung der Klasse L*. Foto: Christina Schneider
Nachwuchsreiterin Irene Weber (RV Bliestal) gewann in Spiesen souverän die Dressurprüfung der Klasse L*. Foto: Christina Schneider FOTO: Christina Schneider
Spiesen. Beim Dressurturnier des RV Spiesen ließen sich am vergangenen Wochenende Zuschauer und Reiter nicht von Hitze und Regen stören. Und am Ende waren alle zufrieden, denn auch die Leistungen im Viereck stimmten. hch

"Das war wirklich ein Turnier der Extreme." So lautete das Fazit von Sprecherin Elisabeth Brill am vergangenen Wochenende beim Dressurturnier des RV Spiesen. Das zweitägige Freilandturnier bot nämlich nicht nur viele extrem gute Ritte, sondern auch echt extreme Wetterbedingungen. Nachdem samstags noch bei weit über 30 Grad die Sonne gebrannt hatte, schlug das Wetter am Sonntag komplett um. Es wurde recht kühl und vor allem sehr nass. Die Teilnehmer und Zuschauer ließen sich aber nicht ihre Laune verderben.

"Das Besondere an der Veranstaltung ist die familiäre Atmosphäre. Hier wird viel dafür getan, um es den Reitern wie auch dem Publikum recht zu machen", erzählte Angelika Muthweiler, die als Turnierrichterin vor Ort war. "Besonders viel Wert wird auf die Pflege der Reitplatz-Böden gelegt, damit die Reiter möglichst ideale Startbedingungen haben, daran änderte auch der Regen nichts." Weitere Pluspunkte seien die idyllische Waldrandlage und die gute Restauration. "Hier fühlt man sich einfach wohl", sagte Muthweiler.

Für die Richterin war auch das Teilnehmerfeld sehr gut aufgestellt: "Natürlich war das Feld der Starter wegen der Hitze und des Regens etwas dezimiert, aber die Qualität der gezeigten Ritte war prima." Gerade in den beiden L*-Dressuren und der M*-Dressur, dem Höhepunkt des Turniers, sei die Leistung sehr ansprechend gewesen.

Die Siege in den L*-Dressuren gingen an die beiden Nachwuchsreiterinnen Irene Weber (RV Bliestal) und Laura Michelle Binger (RB Saarbrücken). In der M*-Dressur lag Michaela Herrmann vom RFV Limbach siegreich vorn. Sie hatte Friendly Fire gesattelt und erhielt für ihre Vorstellung die Wertnote 7,4. Zweite wurde Bettina Vollet (RSV Schwalbach) mit Cassis of Hip Hop und der Wertnote 7,1. "Wir hatten zwar 'nur' neun Prüfungen ausgeschrieben, aber da alles dabei war, denke ich schon, dass wir attraktive Startmöglichkeiten geboten haben", meinte der RV-Vorsitzende Daniel Brill zufrieden.