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Wer hat die schönste Straße?

Die Leikenberger zeigen, wie's geht. Ortsvorsteher Nicolas Lorenz feierte mit den Anwohnern die Eröffnung des neuen Bouleplatzes. Foto: Achim Thiel
Die Leikenberger zeigen, wie's geht. Ortsvorsteher Nicolas Lorenz feierte mit den Anwohnern die Eröffnung des neuen Bouleplatzes. Foto: Achim Thiel FOTO: Achim Thiel
Hüttersdorf. Die Leikenberger in Hüttersdorf arbeiten an der „Schönsten Straße Deutschlands“. Mit ihrem neuen Bouleplatz haben sie sich an dem Wettbewerb beteiligt, der noch bis Ende August läuft. Jeweils 5000 Euro winken den zehn Siegern. Von SZ-RedakteurinMonika Kühn

Der Leikenberg in Hüttersdorf: Bei Hausnummer 41 ist Schluss, dann beginnt ein ausgebauter Feldweg. Doch die Adresse lautet Leikenbergstraße 42. Ein freundlicher Nachbar hilft: "Fahren Sie nur immer gerade aus." Nach etwa zwei Kilometern lande ich an einem großen Haus mit Campingplatz. Daneben ein Spielplatz, Pferde springen auf der Koppel, auf dem Grillplatz hängt ein großer Topf überm Feuer, gut gelaunte Menschen sitzen unter einem Zeltdach oder spielen Boule. Herrlich gelegen, mit einem tollen Fernblick liegt das Anwesen der Familie Kuhlmey. Eva und Helmut Kuhlmey betreiben dort seit 19 Jahren einen Campingplatz mit um die 50 Stellplätzen. Ihre Gäste sollen sich wohlfühlen. So haben sie eigens für die Jüngsten einen Spielplatz gebaut, mit Seilbahn, Klettergerüst - eben mit allem, was zu einem Spielplatz gehört.

Um ihr Anwesen noch attraktiver zu machen, haben sie und Nachbarn einen Bouleplatz gebaut. Mit diesem Platz haben sich die Leikenberger beim Wettbewerb "Die schönste Straße Deutschlands" beworben. Eva Kuhlmey und Mieter Tim Stadelmann wurden durchs Internet auf den Wettbewerb von Netzwerk Nachbarschaft und Hagebaumarkt aufmerksam. Für ihre Teilnahme haben sie bereits einen Warengutschein von 200 Euro erhalten. "Das Geld werden wir wieder investieren", merkt Eva Kuhlmey an. Ihr Anwesen sei für alle offen. Viele Kindergärten oder Schulklassen nutzen ihr Gelände für Ausflüge, Wandertage oder für Abschlussfeste. "Das kostet nichts", betont Eva Kuhlmey. Die Besucher können ihr Essen und ihre Getränke mitbringen. Über eine Spende freut sich allerdings die Familie, zu der neben dem Ehepaar auch Sohn Patrick (18) und Pflegesohn Robin (10) gehören. Das Geld wird selbstverständlich wieder in den Spiel- oder Zeltplatz investiert. Auch die Fußballer kommen gerne hierher, merkt Ortsvorsteher Nicolas Lorenz an. Ein großer Bolzplatz und eine besondere Torwand laden dazu ein. Und alles in einem top Zustand.

Noch bis zum 31. August können sich Nachbarschaften um den Titel bewerben und ihre Verschönerungsprojekte einreichen. Im Saarland waren dies bis jetzt nur die Leikenberger. Bundesweit werden zehn Sieger mit jeweils 5000 Euro und dem Janosch-Oscar im September prämiert.

hagebau.de/nachbarschaft

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