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Inkontinenz
Wenn’s unbeabsichtigt tröpfelt

Saarbrücken. Ein Arzt beantwortet heute Fragen zum Thema Blasenschwäche bei Frauen.

Inkontinenz ist ein Problem, das fast jede dritte Frau über 50 kennt. Viele Frauen versuchen, irgendwie damit zurechtzukommen. Möglicherweise werden Unternehmungen mit Freunden aufgegeben oder sogar Hobbys nicht mehr ausgeübt. Viele Frauen gehen davon aus, dass es sich um eine unvermeidliche Alterserscheinung handelt, mit der man sich eben abzufinden hat. Dabei gibt es eine Reihe recht wirksamer Therapien. Welche Behandlung bei Harn-Inkontinenz den besten Erfolg verspricht, hängt von der Ursache der Beschwerden ab. Bei der sogenannten „Belastungs-Inkontinenz“ kann es beim Husten, Niesen oder Lachen zu Urinabgang kommen. Auch bei körperlichen Belastungen, wie zum Beispiel beim Treppensteigen kann es zu Urinverlust kommen. Die Menge kann sich dabei auf wenige Tropfen beschränken, aber es kann auch zu einem größeren Urinverlust kommen.


Ursache für die Belastungs-Inkontinenz ist meistens eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, bedingt durch Schwangerschaften, Bindegewebsschwäche oder durch die Abnahme der Hormone während der Wechseljahre.Von daher bietet sich die Chance, das Problem zum Beispiel durch Beckenbodengymnastik zu verringern. Auch Medikamente, die den Schließmechanismus der Blase kräftigen, sind in manchen Fällen sinnvoll.

Eine zweite Form der Blasenschwäche wird als „Drang-Inkontinenz“ bezeichnet. Da genügt schon ein Glas Wasser oder das Geräusch eines laufenden Wasserhahns, und sofort stellt sich ein Dranggefühl ein. In der Folge werden durch unwillkürliches Zusammenziehen der Muskulatur Urinabgänge ausgelöst. Den Betroffenen bleibt oft keine Zeit, rechtzeitig die Toilette zu erreichen. Zu den möglichen Ursachen der Drang-Inkontinenz zählen Blasenentzündungen oder ein lokaler Östrogenmangel, aber auch allgemeine Stresssituationen. Die verschiedenen Ursachen lassen sich erfolgreich mit Medikamenten behandeln.



Haben Sie Fragen zur Harn-Inkontinenz? Möchten Sie wissen, welche Behandlungsmethoden Erfolg versprechen? Dann rufen Sie heute Abend den Telefon-Doktor an. Ein kompetenter Arzt steht Ihnen von 18 bis 20 Uhr zur Verfügung. Telefon Experte: (06 81) 502 26 20. Telefon Allgemeinarzt: (06 81) 502 26 23. Der Telefon-Doktor ist ein Service der SZ in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland.