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| 20:18 Uhr

Wenig Probleme durch die KriseMg-ksk2Luxemburger investieren weniger in WohneigentumPersonalbestand ist mit 404 Mitarbeitern konstant geblieben

Merzig-Wadern. Im Jahr 2008 hat die Sparkasse im Grünen Kreis einen Jahresüberschuss von 2,4 Millionen Euro erzielt, das Kreditvolumen stieg um 34,5 Millionen Euro (plus 3,1 Prozent) auf 1,138 Milliarden Euro, die Kundeneinlagen gingen um 5,3 Millionen Euro (0,5 Prozent) nach oben. Damit befindet sich die Sparkasse Merzig-Wadern etwa im Landesdurchschnitt aller saarländischen Sparkassen Von SZ-Redakteur Christian Beckinger

Merzig-Wadern. Im Jahr 2008 hat die Sparkasse im Grünen Kreis einen Jahresüberschuss von 2,4 Millionen Euro erzielt, das Kreditvolumen stieg um 34,5 Millionen Euro (plus 3,1 Prozent) auf 1,138 Milliarden Euro, die Kundeneinlagen gingen um 5,3 Millionen Euro (0,5 Prozent) nach oben. Damit befindet sich die Sparkasse Merzig-Wadern etwa im Landesdurchschnitt aller saarländischen Sparkassen. Dass die Bilanzsumme trotz dieser Zuwächse um 34,5 Millionen (minus 2,4 Prozent) auf 1,409 Milliarden Euro sank, hatte nach den Worten von Eckert andere Gründe: "Wegen unserer guten Eigenkapital-Decke haben wir im vergangenen Jahr Darlehen, die wir selbst bei anderen Banken aufgenommen haben, nicht mehr verlängert, sondern abgelöst." Den Umfang dieser Reduzierung so genannter institutioneller Refinanzierungsmittel bezifferte Siegfried Eckert auf rund 43 Millionen Euro. "Man muss sich fragen, ob es einen Sinn macht, sich langfristig Geld zu leihen, wenn ausreichend eigene Liquidität vorhanden ist", erklärte der Vorstandsvorsitzende den Hintergrund dieser Entscheidung. Denn die Sparkasse beziehe eine so solide Eigenkapital-Ausstattung, dass sie noch zusätzliche Kredite im Umfang von einer halben Milliarde Euro vergeben könnte", betonte Eckert. Das Kernkapital des Geldinstituts habe sich von 93,6 auf 95,6 Millionen Euro erhöht, damit sei es im Vergleich zum Jahr 2000 um 52 Prozent gewachsen. Die aktuelle Eigenkapitaldecke entspreche einer so genannten Kernkapitalquote von 9,9 Prozent. Dieser Wert ist wichtig bei der Vergabe von Krediten. Eine Bank, die Kredite vergeben wolle, müsse auf Grund gesetzlicher Vorgaben eine Kernkapitalquote von mindestens vier Prozent besitzen. Eckert: "Unsere Quote ist mehr als doppelt so hoch." Von einer Kreditklemme wie bei anderen Banken könne bei der Sparkasse Merzig-Wadern nicht die Rede sein: "Darum gibt es auch keine Änderung unserer bisherigen Kreditvergabepolitik." Zwar sei auch die Sparkasse Merzig-Wadern "wie praktisch jede andere Bank auch" von der Finanzmarktkrise betroffen. "Aber das ist für uns letzten Endes kein Problem, weil wird grundsolide aufgestellt sind", sagte der Vorstandsvorsitzende. Das konservative Geschäftsmodell der Sparkasse mit einer ausgeprägten regionalen Orientierung habe zur Folge, dass die Sparkasse in keinerlei "faulen" oder "toxischen" Wertpapiere wie US-Immobilien-Zertifikate oder Papiere der Bank Lehman Brothers investiert habe. Hier sieht Siegfried Eckert eine nach wie vor schlummernde Gefahr für die gesamte Branche: "Es ist die Rede davon, dass nach wie vor in den Büchern deutscher Banken faule Wertpapiere um Umfang von 200 Milliarden Euro stecken." Wenn eine Bank wegen solcher riskanten Engagements in Schieflage geraten sei, musste sie ihr Eigenkapital angreifen, um die so entstandenen Verluste auszugleichen. Das habe den Spielraum für viele Banken bei der Kreditvergabe eingeschränkt. Bei der Sparkasse Merzig-Wadern sehe dies anders aus, sagte der Vorstandsvorsitzende: "Bei uns gibt es seit Jahren keine Veränderung unserer Kreditvergabepolitik." Würde die Sparkasse angesichts der aktuellen ungewissen Risiken hier einen restriktiveren Kurs fahren, "hätte das ganz gravierende Auswirkungen auf die regionale Wirtschaftsentwicklung", zeigte sich Eckert überzeugt. Das stehe angesichts der soliden Struktur des Geldinstitutes aber nicht im Raum. Merzig-Wadern. Im personellen Bereich hat sich bei der Sparkasse Merzig-Wadern im Jahr 2008 wenig getan: Die Zahl der Mitarbeiter blieb bei 360, mit 44 Auszubildenden wurde die Zahl des Vorjahres um einen Mitarbeiter gesteigert. Insgesamt waren bei der Sparkasse im Grünen Kreis also 2008 genau 404 Mitarbeiter beschäftigt. 14 Auszubildende wurden zum 1. Januar 2009 in ein Angestelltenverhältnis übernommen, zum 1. August werden dafür 15 neue Azubis eingestellt. Anlagecenter in Planung Auch im Geschäftsstellen-Netz gibt es keine Veränderungen. Für das laufende Jahr sei keine Schließung von Geschäftsstellen geplant, betonte der Vorstandsvorsitzende Siegfried Eckert. Im Gegenteil: In Wadern investiert die Sparkasse mehr als eine Million Euro, um im Erdgeschoss der dortigen Niederlassung ein neues Vermögens-Anlagecenter einzurichten. Neue Räume in Orscholz In Kürze soll hier schon die Einweihung gefeiert werden. Weiterhin soll im Erdgeschoss ein modernes, komfortables Privatkunden-Center entstehen. Die Arbeiten daran dürften sich noch bis ins kommende Jahr erstrecken. Auch in Orscholz investiert die Sparkasse in ihre Geschäftsstelle: Für rund 440 000 Euro soll für diese neue Räumlichkeiten am Kirchplatz geschaffen werden. Der Umzug ist hier für die Jahreswende geplant. cbeMerzig-Wadern. Während dort in den Jahren zuvor stetige Zuwächse zu verzeichnen waren, gab es 2008 einen spürbaren Rückgang. So sank die Zahl der an Luxemburger Bürger vermittelten Immobilien auf 18, im Jahr zuvor waren es noch 35 gewesen. Das Volumen bei Immobilien-Finanzierungen für Luxemburger ging von 13 auf sechs Millionen Euro zurück. Dies entsprach neun Prozent der Neuausleihungen bei Wohnungsbau-Krediten. Insgesamt vergab die Sparkasse Wohnungsbaudarlehen im Umfang von 64,4 Millionen Euro - nach den Worten von Siegfried Eckert "ein Ergebnis, mit dem wir zufrieden sind". Dass die Immobilien-Nachfrage aus Richtung Luxemburg so spürbar nachließ, hat nach Einschätzung des Sparkassen-Chefs mehrere Ursachen. "Zum einen gibt es möglicherweise einen gewissen Sättigungseffekt, zumal im benachbarten Rheinland-Pfalz in jüngster Zeit einige sehr großflächige Neubau-Gebiete in grenznaher Lage entstanden sind." Daher fließe einiges an Nachfrage dorthin ab. Zum anderen seien aber die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven für das Großherzogtum nicht mehr so rosig. "Wir gehen davon aus, dass der Finanzplatz Luxemburg seine starke Position einbüßen wird." Die damit verbundenen Folgen wie möglicher Verlust des Arbeitsplatzes oder andere finanzielle Einschränkungen könnten Luxemburger Bürger vermehrt davon abhalten, in die Schaffung von Wohneigentum zu investieren.Auch für die Bürger im Kreis Merzig-Wadern könnten die Entwicklungen jenseits der Mosel Folgen haben, befürchtet Eckert. "Wir hoffen, dass die Entwicklung in Luxemburg nicht zu stramm negativ verläuft. Von den 6600 Pendlern aus dem Saarland, die dort arbeiten, stammt der Großteil aus unserer Region." cbe

Auf einen blickAuch im Jahr 2008 hat die Sparkasse Merzig-Wadern wieder erheblich Sponsoring-Mittel für sportliche, kulturelle und soziale Engagements im gesamten Kreisgebiet ausgegeben. Nach den Worten von Vorstandschef Siegfried Eckert summierte sich dieser Betrag auf 525 000 Euro, mit denen Vereine, Einzel-Veranstaltungen und weitere Initiativen im sportlichen und kulturellen Bereich unterstützt wurden. Hinzu kommen noch rund 100 000 Euro, die die Sparkasse für die Dreiländereck Touristik, die neu gegründete Tourismusgesellschaft im Landkreis, beisteuerte. cbe