| 00:00 Uhr

Weltreise nach Noten von Italien bis Ägypten

Geert Chartrou gibt Pfeifkonzerte. Foto: VA
Geert Chartrou gibt Pfeifkonzerte. Foto: VA FOTO: VA
Losheim. Am Samstag, 20. Juli, ab 20 Uhr steht Losheim ganz im Zeichen der Musik. Kulturfans können sich auf die Veranstaltung „Klassik am See“ freuen. Künstler präsentieren unterschiedliche musikalische Facetten. Von SZ-RedakteurinMargit Stark

Für feinste Triller wie mit der Piccoloflöte hingezaubert ist der Niederländer bekannt. Ob instrumentale Werke oder Arien: Wenn Geert Chatrou die Lippen spitzt, steht das Publikum kopf - rund um den Globus. Am kommenden Samstag, 20. Juli, ab 20 Uhr macht der dreifache Weltmeister der Pfeifkonzerte bei Klassik am See in Losheim Station. Mit der Titelmelodie Zirkus Renz aus der Feder von Gustav Peter und einem feurigen Csárdás will er seine Zuhörer faszinieren. Auch das Allegro aus Vivaldis Konzert für Piccoloflöte und Orchester hat sich der kräftige, fast zwei Meter große Mann für seinen Auftritt ausgesucht. Einziges Utensil für ihn auf der Bühne: ein Glas Wasser.

Es war Chatrous Landmann Antony Hermus, in diesem Jahr musikalischer Leiter des traditionellen Open-Airs, der den Künstler für das Gastspiel in Losheim vorgeschlagen hatte, wie Zeltpalast-Chef Joachim Arnold erzählt. Dieses Mal entführt Arnold mit seinen Künstlern die Zuhörer zu einer Weltreise nach Noten - etwa auf den einzigen selbstständigen Stiefel der Welt zu dem Meister der italienischen Oper, zu Giuseppe Verdi.

Die Moskauer Sopranistin Irina Oknina hat sich eine Arie aus der sagenumwobenen Liebesgeschichte zwischen dem ägyptischen Heerführer Radames und der wunderschönen Tochter des gefangenen äthiopischen Königs ausgesucht - aus Aida. Seit 2005 ist die Sängerin Ensemblemitglied am Theater Bonn, wo sie bisher in viele Rolle geschlüpft ist - in die von Tatjana in Eugen Onegin, in die der Violetta in La Traviata, Gräfin in Le Nozze di Figaro oder in die der Mimì in La Bohème.

Als Aida debütierte sie in der Saison 2012/2013 am Theater in Regensburg. Weitere Stationen der Frau, die Kritiker als Wunderstimme und Ausnahmedarstellerin bezeichnen: Böhmen, die Heimat von Antonín Dvoøák mit einer Arie aus Rusalka und die Schwarzensiedlung Catfish Row in Charleston um 1870 mit dem weltbekannten Lied Summertimes des US-Komponisten George Gershwin.

Derweil startet Klaviervirtuose Bernd Glemser zu Stippvisiten in Norwegen mit Klavierkonzert a-moll von Edvard Grieg und die USA mit der Rhapsody in Blue. Der Ausnahmepianist, 1962 auf der Schwäbischen Alb in Dürbheim geboren, hat viele internationale Wettbewerbssiege und Spezialpreise eingeheimst, darunter erste Preise beim ARD-Musikwettbewerb 1987 in München, beim Andor-Foldes-Wettbewerb in Zürich 1992 und der erste europäische Pianisten-Preis 1993. Spanien, Frankreich, Österreich und unter anderem Irland hat sich die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern ausgesucht - mit der Espana- Rhapsodie, dem Stück ein Amerikaner in Paris, dem Strauß-Walzer an der schönen blauen Donau oder der Fantasia on Greensleeves. Das Ensemble, 2007 aus der Fusion des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken (SR) und dem Rundfunkorchesters Kaiserslautern (SWR) entstanden, hat sich in kürzester Zeit einen Platz unter den renommierten deutschen Rundfunkorchestern erspielt. Für die musikalische Leitung hat Arnold Antony Hermus engagiert. 200 sinfonische Werke und rund 50 Opern hat der Niederländer,

1973 geboren, in seinem Repertoire. Er studierte er zunächst Wirtschaftsinformatik, später Klavier und Dirigieren. In der Saison 2003/2004 wurde er Nachfolger von Georg Fritzsch als Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters Hagen. Seit August 2009 ist Hermus Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater Dessau und Chefdirigent der Anhaltischen Philharmonie. Im Juli vergangenen Jahres debütierte er an der Württembergischen Staatsoper Stuttgart - mit einer Neueinstudierung von Mozarts "Don Giovanni", die 3SAT direkt übertrug.

Ticket-Hotline: Deutschland, Tel. (06 51) 9 79 07 77, Luxemburg, Tel. (0 03 52) 20 30 10 11.



Zum Thema:

GewinnenAuch Bitburger unterstützt als Partner des Veranstalters Musik und Theater Saar wieder die beliebte Veranstaltung und bietet Klassikfreunden heute die Möglichkeit, einige der begehrten Tickets zu gewinnen. Gemeinsam mit der Saarbrücker Zeitung verlost Bitburger 2 x 2 Eintrittskarten für das Event am 20. Juli (Start: 20 Uhr). Teilnahme ab 18 Jahren.Rufen Sie heute zwischen 14 und 15 Uhr in der Redaktion in Merzig an - Tel. (0 68 61) 9 39 66 52 - und nennen Sie uns den Namen des Kunstpfeifers, der beim Konzertevent auftritt. Unter allen richtigen Antworten werden die beiden Karten-Pakete verlost. red

Für Augen- und Ohren: Das Klassik-Open-Air am Losheimer Stausee. Foto: Ruppenthal
Für Augen- und Ohren: Das Klassik-Open-Air am Losheimer Stausee. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal