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Weltkulturerbe-Chef weist Kritik zurück

Völklingen. Der Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Meinrad Maria Grewenig, hat dem italienischen Konsulat und der Stadt Völklingen die Schuld dafür zugewiesen, dass ein im Mai 2009 eingeweihtes Denkmal zu Ehren der italienischen Arbeiter im Saarland immer noch nicht im Weltkulturerbe zu sehen ist

Völklingen. Der Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Meinrad Maria Grewenig, hat dem italienischen Konsulat und der Stadt Völklingen die Schuld dafür zugewiesen, dass ein im Mai 2009 eingeweihtes Denkmal zu Ehren der italienischen Arbeiter im Saarland immer noch nicht im Weltkulturerbe zu sehen ist. Er hob hervor, dass mit dem Konsulat und der Stadt Völklingen vereinbart gewesen sei, nicht nur dieses eine Werk des neapolitanischen Künstlers Luciano Campitelli zu zeigen, sondern eine Ausstellung mit diversen Werken Campitellis zu organisieren. Das Konsulat sollte laut Grewenig die Kosten für den Transport der Werke und die "Koordination" übernehmen. Die Stadt Völklingen hätte die Ausstellung organisieren sollen, so Grewenig. Er sei weiterhin bereit, das Denkmal auf dem Gelände des Weltkulturerbes aufstellen zu lassen, sobald das Konsulat und die Stadt Völklingen ihren Teil der Vereinbarung erfüllt hätten.Das Denkmal war 2009 beim Transport nach Völklingen zerbrochen. Campitelli hatte es für die Einweihung notdürftig repariert und zugesagt, es neu anzufertigen, damit es im Weltkulturerbe aufgestellt werden kann.


Der Künstler sagte der SZ, er habe nach erneuter Fertigstellung des Werks, bei dem es sich um ein Geschenk an das Weltkulturerbe handle, mehrfach beim Konsulat angefragt, wann er es liefern kann. Das Konsulat habe ihm stets mitgeteilt, dass es vom Weltkulturerbe immer wieder auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet wurde. Das Denkmal steht bis heute in Campitellis Atelier in Neapel. nof

Foto: Wieck/dapd