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Verbraucherschutz
Wegen Hygiene-Mängeln: Saarländischer Falafel-Hersteller muss schließen

Die Behörde war über Beschwerden von Verbrauchern, die nach dem Verzehr von Falafel erkrankt waren, auf den Betrieb aufmerksam geworden. (Symbolfoto)
Die Behörde war über Beschwerden von Verbrauchern, die nach dem Verzehr von Falafel erkrankt waren, auf den Betrieb aufmerksam geworden. (Symbolfoto) FOTO: picture alliance / Patrick Pleul / Patrick Pleul
Saarbrücken. Mäuse, Ratten, Schimmel und die Kühlkette nicht eingehalten: Lebensmittelkontrolleure haben einem Falafel-Hersteller im Saarland wegen grober Hygiene-Mängel das Handwerk gelegt. Von Christine Kloth
Christine Kloth

Der Betrieb, der türkische Einzelhändler belieferte, musste Ende 2017 dauerhaft schließen. „Dank unserer Ermittlungen konnte das Gewerbe-Untersagungsverfahren schnell umgesetzt werden“, sagte Paul Nerschbach, Sachgebietsleiter Lebensmittelkontrolle beim Landesamt für Verbraucherschutz, gestern am Rande einer Pressekonferenz. Die Behörde war über zwei Beschwerden von Verbrauchern, die nach dem Verzehr von Falafel erkrankt waren, auf den Betrieb aufmerksam geworden. Die Kontrolleure mussten sich nach Nerschbachs Angaben mit Hilfe der Polizei Zutritt zu dem Betrieb verschaffen, da das Betriebspersonal sie zuvor massiv bedroht hatte. „Solche körperlichen Bedrohungen kommen im Saarland sehr selten vor, im vergangenen Jahr ist uns das nur zwei Mal passiert“, sagte Nerschbach. Insgesamt zeigte er sich mit der Hygiene in saarländischen Betrieben sehr zufrieden. „Die 13413 saarländischen Gewerbetreibenden, die Lebensmittel erzeugen, herstellen oder vermarkten, arbeiten auf einem hohen Niveau“, so sein Fazit.