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Warum Mafiosi eine tote Sprache wie Latein pauken

Wadern. Wenn Mafia-Bosse Latein lernen, ist richtig was gebacken. Das beweisen die Schüler des Hochwald-Gymnasiums in diesem Jahr mit "Pizza für Persephone". So lautet der Titel des Thaterstücks, das die Nachwuchs-Schauspieler am heutigen Freitag, 15. Mai, und Samstag, 16. Mai, in der Aula ihrer Schule auf die Bühne bringen. Der Vorhang hebt sich jeweils um 19.30 Uhr

Wadern. Wenn Mafia-Bosse Latein lernen, ist richtig was gebacken. Das beweisen die Schüler des Hochwald-Gymnasiums in diesem Jahr mit "Pizza für Persephone". So lautet der Titel des Thaterstücks, das die Nachwuchs-Schauspieler am heutigen Freitag, 15. Mai, und Samstag, 16. Mai, in der Aula ihrer Schule auf die Bühne bringen. Der Vorhang hebt sich jeweils um 19.30 Uhr. Das Stück, das aus der Feder von Lateinlehrerin Birgit Schommer stammt, will die totgeglaubte lateinische Sprache so lebendig werden lassen, dass auch Nichtlateiner daran ihre Freude haben. Regie führt Martin Huber, Schauspieler und Regisseur, der am Staatstheater Saarbrücken zuletzt im "König Lear" zu sehen war. Vorbild für die Handlung ist Persephone, die Tochter der griechischen Fruchtbarkeitsgöttin Demeter. Sie wurde von Unterwelt-Gott Hades geraubt. So wird "Persephone" der Codename der unbescholtenen Regine Köhler, die unwissentlich in die Hände der Mafia gerät. Fabio Calzone, ein führungsschwacher Mafiaboss, stellt die arbeitslos gewordene Lehrerin ein. Seine Hoffnung: Sein durch enge Polizeiüberwachung angeschlagenes Familienunternehmen durch eine ungewöhnliche Geheimsprache wieder zu beleben. Die Mafia paukt Latein, und eine todgeglaubte Sprache steigt in die Unterwelt hinab. In der Annahme, Mitarbeiter eines Dienstleistungsunternehmens mit Latein auf die neuen Erfordernisse des Marktes vorzubereiten, startet für die Lehrerin ihren Unterricht. Grammatikalisch unbedarfte Mafiosi ringen mit lateinischen Verbkonjugationen - ebenso wie Fabio mit seiner ehrgeizigen Schwester Gemma um die Macht in dem Familienunternehmen. redEintritt: fünf Euro, Vorverkauf im Sekretariat des HWG.



Auf einen BlickPersonen und ihre Darsteller: Regine Köhler: Lateinlehrerin Marie-Christine Ludwig, Corinna Köhler, ihre Tochter: Shanna-Sophie Große, Helene Lehmann, Lateinlehrerin: Annika Backes, Fabio Calzone, "Il Padrino", Mafiaboss: Sebastian Haase, Gemma Calzone, seine Schwester: Angela Biesel, Aurora Calzone, seine Mutter: Anna Simone, Gianluca, "La Luce", Mafioso: Daniel Emmerich, Tiziano, "Il Tizzone", Mafioso: Yannik Trampert, Giancarlo, "Il Mattone", Mafioso: Michael Gillenberg, Matteo, "Il Martello", Mafioso: Thomas Kirf, Ricci, sein Sohn: Fabian Görgen, Mario, Pizzakurier: Daniel Müller, Ton- und Lichttechnik: Stefan Regert, Robert Becker, Theresa Biehl, Kilian Biesel, Musik: Thomas Kirf, Kostüme und Requisiten: Staatstheater Saarbrücken; Deborah Solbach, Juliane Buchheit, Julie Brossette, Bühnenbild: Sebastian Haase, Plakat Michael Siffrin. Druck: Waderner Druckerei. red