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Warum gibt's die Bauaufsicht doppelt?

Fairer Handel Auch unser Handel verdient Fairness Zum Artikel „Schüler fördern fairen Handel“ – SZ vom 4. Juli Es ist wichtig, dass auch Kinder für Waren aus fairem Handel sensibilisiert werden.

Nur wo Fairtrade draufsteht, ist auch fairer Handel, alles andere ist unfair. Diese Sichtweise ist unfair, denn was ist für den Arbeiter der gerechte Lohn, wie ungerecht ist der Handel? Natürlich kann ich nach Lisdorf fahren und meinen Salat beim Gärtner kaufen. Was passiert mit dem übrigen Salat? Wenn der Gärtner seinen ganzen erntereifen Salat auf einen Schlag an einen Händler verkauft, bekommt er nur einen Bruchteil des Geldes für einen Salatkopf, aber er hat keine Absatzsorgen. Endlos kann man lamentieren, welchen Mindestpreis der Händler dem Gärtner zahlen soll und zu welchem Höchstpreis der Händler mir den Salat verkaufen soll. In der DDR war das alles schön geregelt, da gab es überall nur fairen Handel. Die Schattenseite war, dass weder Gärtner noch Händler irgendwas riskieren wollten und nur so viel produzierten, wie bestimmt verkauft werden konnte. Wenn um 11 Uhr kein Salat mehr im Geschäft war, hätte ich früher aufstehen sollen. Deshalb darf man den Handel nicht verächtlich machen, nur durch den Handel haben wir die riesige Produktauswahl für uns und können noch um 19 Uhr zwischen mehreren Salatsorten wählen. Die im Handel Beschäftigten leisten für unsere Konsumansprüche die gleiche Knochenarbeit wie die Kaffeebauern in Brasilien und brauchen dafür einen entsprechenden Zahltag. Eine einseitige Idealisierung des Fairtrade ist scheinheilig und eine Diskriminierung derjenigen, deren Tätigkeit wir täglich als selbstverständlich einfordern.

Wilhelm Appel, Saarbrücken

Schwimmbäder

Warum gibt's die Bauaufsicht doppelt?



Zum Artikel "Böse Niederlage für die Koalition" - SZ vom 3. Juli

Ich war in der entscheidenden Stadtratssitzung zur Bäderschließung bzw. Offenhaltung. Was ich jedoch als Artikel las, sah doch erheblich anders aus, als das, was ich vor Ort erlebte. Zugegeben, das Ergebnis der Sitzung wurde richtig wiedergegeben. Jedoch kein Wort vom Verhalten der Oberbürgermeisterin oder als die Sprecher der Bürger im Einzelnen darlegten, dass die Verwaltungsspitze Bürger und Rat falsch informiert hat. Kein Wort davon, warum das Calypso-Bad, außer dem Zuschuss für Vereine und Schulen, noch jährlich einen Zuschuss von 1,2 Millionen Euro erhält. Wenn Frau Britz darlegte, dass es der Stadt viel besser ginge, wenn sie keine Umlage für den Regionalverband zahlen müsste, so ist dies meines Erachtens nicht richtig, da sie immer vergisst zu sagen, dass es immer noch Doppelstrukturen gibt. Wenn Doppelstrukturen erhalten werden, z.B. die Bauaufsicht, so scheint es hier um Machtfragen und nicht um sachliche Politik für die Bürger zu gehen.

Michael Voltmer, Saarbrücken