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Waldemars Weg in die wilde Welt

Huiiiii! So ganz geheuer war der Gartenzwerg Waldemar manchen Kindern im Publikum dann doch nicht. Wer weiß denn schon, was der verrückte Kerl noch vor hat. Auf jeden Fall an den Bauchmuskeln kitzeln, das ist bei Darsteller Manfred Kessler gewiss. Foto: Jenal
Huiiiii! So ganz geheuer war der Gartenzwerg Waldemar manchen Kindern im Publikum dann doch nicht. Wer weiß denn schon, was der verrückte Kerl noch vor hat. Auf jeden Fall an den Bauchmuskeln kitzeln, das ist bei Darsteller Manfred Kessler gewiss. Foto: Jenal FOTO: Jenal
Völklingen. Die Kinder-Spaß-Reihe „Klamauk“ auf dem Kolping-Platz in Völklingen ist am Mittwoch mit einem Gartenzwerg in die nächste Runde gegangen. Waldemar alias Manfred Kessler hat die versammlete Kinderschar zum Lachen gebracht. Von SZ-MitarbeiterJürgen Kück

13 Jahre schon? Ja, seit 13 Jahren schon haben die Völklinger Kinder jeden Mittwoch in den Sommerferien ihren fröhlichen, spannenden Freilufttermin bei der Serie "Klamauk" - und zwar ganz losgelöst von digitaler, elektronischer Pseudowelt. "Klamauk", das ist echte Nähe und authentisches Erleben. "Klamauk unterm Schirm" hieß die Reihe anfangs, und inzwischen hat sich der Platz hinter dem Völklinger Alten Rathaus sehr verändert.

Konstant aber blieb der Charakter von Klamauk: anspruchsvolle Unterhaltung für alle Menschen vom Windelalter bis zur Seniorenphase; mitzubringen ist nur eine unverstellte Offenheit und Bereitschaft zum Staunen und Freuen.

Konstant gut über all die Jahre blieb auch Manfred Kessler, der vorgestern den Klamauk veranstaltete und diesen in keiner Sekunde mit Klamotte oder Kalauer verwechselte. Schon fünf- oder sechsmal war Kessler aus der Pfalz angereist, und dieses Mal spielte er die musikalisch umrahmte Geschichte vom Gartenzwerg Waldemar, der raus aus dem Beet und hinaus in die wilde Welt reisen will. "Niemand ist zu klein, ein Held zu sein", verkündete Kessler, und die 150 Kinder erlebten mit, dass man alles hinterfragen und vor niemandem Angst haben muss, der groß tut und sich aufbläst.

Grünrote Jacke, Zipfelmütze, Fusselbart ans Kinn - fertig ist der Waldemar, der am Ende zum Ur-Waldemar und Gartenzwerg-Tarzan wird. Auf dem Rasenmäher, angefeuert aus aufgeregten Kinderkehlen, saust Waldemar Richtung Süden, nimmt die Ausfahrt Afrika und kämpft sich durch den Dschungel. "Machen Gartenzwerge sowas wirklich?", fragt der kleine Oliver Gehlen aus Püttlingen seine Mutter. "Vielleicht", flüstert die kluge Frau. Inzwischen wird der böse Geier-Joe mit Killerbienen bekämpft, der Urwaldschatz der Affen gerettet, und zum glücklichen Schluss singen alle das fröhliche Affenlied "Dschambue". Was das heißt? "Der Schatz ist da." Oder so. Vielleicht aber auch: "So ein schöner Klamauk!"

Am nächsten Mittwoch, 24. Juli, 15 Uhr, kommt Markus Lenzen mit seiner Zaubershow zum Völklinger Kolpingplatz. Der Eintritt ist frei.