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Vor der Wahl bleibt Stil auf der Strecke

Drei Wochen noch, dann ist der erste Wahltag. Während Landes- und Bundespolitiker beim Aufwärmen sind, biegen die lokalen Matadore bereits auf die Zielgeraden ein. Die Nervosität steigt. Parteien und Mandatsträger, von denen man in St. Ingbert fast fünf Jahre kaum etwas hörte, obwohl sie eine Menge hätten sagen können, drängen plötzlich mit Macht an die Öffentlichkeit

Drei Wochen noch, dann ist der erste Wahltag. Während Landes- und Bundespolitiker beim Aufwärmen sind, biegen die lokalen Matadore bereits auf die Zielgeraden ein. Die Nervosität steigt. Parteien und Mandatsträger, von denen man in St. Ingbert fast fünf Jahre kaum etwas hörte, obwohl sie eine Menge hätten sagen können, drängen plötzlich mit Macht an die Öffentlichkeit. Die mehr oder weniger sinnvolle Verwendung von Steuergeldern wird fast als mildtätiges Spenden verkauft. Alles an sich nichts Überraschendes.Neu ist, dass dabei zunehmend der Stil auf der Strecke bleibt. Beispiele bieten Phänomene im größten St. Ingberter Stadtteil Rohrbach. Dessen offizieller Vertreter ist nach wie vor Ortsvorsteher Hans Wagner - auch wenn der wegen Unbotmäßigkeit gegenüber Oberbürgermeister Georg Jung von der CDU bei der Kandidatenkür abgestraft wurde und zur Familien-Partei gewechselt ist. Wenn OB Jung also für den Stadtteil so wichtige Projekte wie die Sanierung von Ix-Markt und Rohrbachhalle präsentiert, gehört - wenn überhaupt - Wagner dazu, und nicht, wie geschehen, CDU-Ortsvorsteher-Kandidat Jörg Schuh. Denn städtische Investitionen sind keine Spenden von Parteien oder Oberbürgermeistern.