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Völlig von der Rolle

 FCS-Ersatzkapitän Julian Fricker (links) und Torhüter Michel Gadomsky waren nach der erneuten Pleite fassungslos. Fotos: Wieck
FCS-Ersatzkapitän Julian Fricker (links) und Torhüter Michel Gadomsky waren nach der erneuten Pleite fassungslos. Fotos: Wieck
Saarbrücken. Die U23 des 1. FC Saarbrücken hat am Sonntag in der Fußball-Oberliga erneut eine Niederlage kassiert. Gegen den TuS Mechtersheim unterlag der FCS nach einer katastrophalen Leistung mit 0:3 (0:1). Von SZ-MitarbeiterAlexander Zewe

Ohne Kampfgeist, ohne Leidenschaft - und folglich ohne Punkte. Die U23 des 1. FC Saarbrücken hat am dritten Spieltag der Fußball-Oberliga bei der deutlichen 0:3 (0:1)-Niederlage gegen den TuS Mechtersheim alles vermissen lassen. Der Saarbrücker Trainer Bernd Eichmann war nach der Partie am Sonntagnachmittag auf dem heimischen FC-Sportfeld sichtlich angefressen und wetterte: "Das war das schlechteste Spiel von uns, seit ich hier Trainer bin."

Trotz Profis keine Chance

Vom Anpfiff weg waren die Gäste aus Mechtersheim in allen Belangen überlegen. Saarbrücken fand derweil nie richtig ins Spiel. "Wenn man die Anfangsphase verschläft, muss man sich reinbeißen. Das haben wir komplett versäumt", erklärte FCS-Defensivmann Roman Hanschitz. So konnte sich Gästespieler Julian Scharfenberger beim Führungstreffer viel zu leicht gegen gleich drei Saarbrücker Abwehrspieler durchsetzen (33. Minute). Der FCS musste am Sonntag erneut auf seinen Leistungsträger Philipp Hoffmann verzichten, der tags zuvor für die Drittliga-Profis im Derby gegen die SV Elversberg (2:0) zum Einsatz kam. Dennoch erhielt die Zweite gegen Mechtersheim mit Jaron Schäfer, Julian Kern und Artur Schneider Verstärkung von oben. Doch auch die Drei konnten dem Spiel der Malstatter keine Sicherheit verleihen. "Wir haben nach fast jeder zweiten Abwehraktion den Ball verloren", analysierte der frustrierte Ersatzkapitän Julian Fricker.

In der Halbzeit reagierte Eichmann, brachte mit Hassan Srour und Marco Dahler zwei frische Kräfte für die völlig indisponierten Tobias Böhm und Steven Simon. Doch der erhoffte positive Effekt blieb aus. Nach den Toren von Florian Hornig (54.) und Tolga Tuna (62.) war der FCS völlig von der Rolle und wurde teilweise von den Pfälzern vorgeführt. Das 3:0 war am Ende sogar schmeichelhaft für Saarbrücken. Im Gegensatz zu Eichmann war Mechtersheims Trainer Andreas Holdermann mit seiner Mannschaft natürlich hoch zufrieden. "Das war von Anfang bis zum Schluss eine ganz saubere Leistung von meinen Jungs", lobte er.

Außenseiter in Pfeddersheim

Nach der zweiten Niederlage in Folge (zuvor 0:1 gegen FSV Salmrohr) sah Saarbrückens Trainer noch jede Menge Arbeit auf sich zukommen. "Wir müssen uns jetzt erstmal nach unten orientieren. Die Jungs müssen noch sehr, sehr viel lernen. Da muss schnell einiges besser werden", forderte er. Am Mittwoch um 18.30 Uhr steht bereits das nächste Spiel auf dem Programm. Bei der TSG Pfeddersheim ist der FCS allerdings Außenseiter. Der Wormser Vorstadtclub hat seine drei bisherigen Partien gewonnen und steht an der Tabellenspitze. Für das Saarbrücker Team ist es zumindest die Chance, aus der Niederlage gegen Mechtersheim zu lernen und sich mit mehr Kampfgeist und Leidenschaft zu präsentieren.


 Trainer Bernd Eichmann konnte sich das Debakel kaum ansehen.
Trainer Bernd Eichmann konnte sich das Debakel kaum ansehen.