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Völklingen verpatzt den Auftakt

Wiesbach. Der SV Röchling Völklingen hat am ersten Spieltag der Fußball-Oberliga das Saar-Derby beim FC Hertha Wiesbach mit 1:3 verloren. In der Abwehr leisteten sich die Hüttenstädter zu viele Aussetzer, in der Offensive ließen sie klare Torchancen aus. Von SZ-MitarbeiterMirko Reuther

Ein wenig angefressen saß Werner Weiß, Trainer von Fußball-Oberligist SV Röchling Völklingen, am Freitagabend nach der Auswärtspartie bei Hertha Wiesbach auf der Pressekonferenz. "Wir haben in der Defensive viele Fehler gemacht und im Angriff glasklare Chancen liegenlassen. Deshalb hat Wiesbach verdient gewonnen", lautete das nüchterne Fazit des Fußballlehrers. Zuvor hatte Weiß mit ansehen müssen, wie sein Team den Liga-Auftakt bei Aufsteiger Wiesbach mit 1:3 (1:2) in den Sand gesetzt hatte.

Besonders bitter an der Niederlage: Jedem der drei Gegentreffer beim Saar-Derby vor etwa 1000 Zuschauern im Prowinstadion war ein individueller Patzer eines Röchling-Spielers vorausgegangen. Keine zwei Minuten war das Spiel alt, da klingelte es erstmals im Kasten der Hüttenstädter. Ein langer Pass der Hausherren fand Angelo dal Col, der den Ball unbedrängt per Volleyabnahme im Gäste-Gehäuse versenken konnte. "Ein tolles Tor, das aber nur fällt, weil Giuseppe Vituzzi da überhaupt nicht an seinem Gegenspieler dran ist", meinte Weiß. Nach dem Rückstand war Völklingen das bessere Team, spielte sich über beide Außenbahnen immer wieder stark bis zur Grundlinie durch. Den Hereingaben fehlte es aber zunächst an Präzision.

In der 20. Minute fiel dennoch der Ausgleich für den SV Röchling. Nach Alexander Ottos Flanke aus dem linken Mittelfeld hatte Sammer Mozain im Strafraum am schnellsten geschaltet und aus kurzer Distanz zum 1:1 eingenetzt. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch in einer flotten Partie. Zunächst scheiterte Wiesbachs Jan Stutz mit einem feinen Schlenzer aus 16 Metern an Röchling-Keeper Sebastian Buhl, auf der anderen Seite zielte Sammer Mozain nach Doppelpass mit Mirco Becker nur knapp links am Hertha-Gehäuse vorbei.

Kurz vor der Pause die erneute Führung für die Hausherren. Wiesbachs Mittelfeldspieler Jan Stutz spielte den starken Angelo dal Col auf der linken Außenbahn frei, der passte in die Mitte zu Björn Recktenwald, der aus zehn Metern nur noch einschieben musste. "In der Szene pennt ein Mittelfeldspieler bei der Abseitsfalle", seufzte Röchlings Stürmer Mozain nach der Partie kopfschüttelnd. Dem dritten Gegentreffer nach 60 Minuten, wieder durch Recktenwald, ging schließlich ein krasser Abspielfehler von Claudio Meli voraus.

Trotz des Zwei-Tore-Rückstands steckte Völklingen in der Folge nie auf - erspielte sich sogar noch eine ganze Reihe hochkarätiger Torchancen. Die beste vergab der eingewechselte Felix Florsch, der nach 75 Minuten aus kurzer Distanz unbedrängt am Wiesbacher Tor vorbei köpfte. "Wir hatten in der Schlussphase so viele Chancen - wenn wir da noch einen Treffer erzielen, fängt Wiesbach an zu schwimmen und wir können das Ding noch drehen", meinte Mozain, "aber so haben wir das Spiel aus eigener Blödheit verloren". Trainer Weiß wagte am Ende der Pressekonferenz aber dennoch einen optimistischen Ausblick auf die weiteren Aufgaben: "Vom Fußballerischen war das heute über weite Strecken in Ordnung. Nur die unnötigen Gegentore müssen wir schnellstens abstellen. Unser Ziel, die Saison unter den ersten fünf abzuschließen, bleibt bestehen."