| 20:57 Uhr

Rettungshubschrauber im Einsatz
Vier Auto-Insassen bei Unfall lebensgefährlich verletzt

In den Trümmern der beiden Fahrzeuge waren vier verletzte Menschen eingeklemmt, sie mussten von der Feuerwehr geborgen werden. Zwei wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen.
In den Trümmern der beiden Fahrzeuge waren vier verletzte Menschen eingeklemmt, sie mussten von der Feuerwehr geborgen werden. Zwei wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen. FOTO: Ruppenthal
Dillingen/Wallerfangen. Bei einem gefährlichen Überholmanöver auf der Landstraße 170 zwischen Dillingen und Wallerfangen sind am Dienstagabend vier Menschen lebensgefährlich verletzt worden. Inzwischen haben Polizei und ein Gutachter den Unfallhergang ermittelt. Von Rolf Ruppenthal

Demnach wurde der Frontalzusammenstoß durch ein riskantes Überholmanöver eines 18-Jährigen verursacht. Laut Polizei überholte er zwei vor ihm fahrende Fahrzeuge und nahm das entgegenkommende Auto einer 30-Jährigen viel zu spät wahr.


Bei dem Aufprall wurden sowohl der 18-Jährige und seine 16 Jahre alte Begleiterin als auch die 30-Jährige und ihr gleichaltriger Begleiter in ihren völlig zertrümmerten Fahrzeugwracks eingeklemmt. Die Feuerwehr Dillingen, die mit fünf Fahrzeugen und rund 40 Mann im Einsatz war, musste die Schwerverletzten aus den Fahrzeugtrümmern herausschneiden. Vier Notärzte und zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Sowohl „Christoph 16“ vom Saarbrücker Winterberg als auch der luxemburgische „Air Rescuec 3“ flogen je einen Schwerverletzten ins Krankenhaus. Unmittelbar nachdem die Schwerverletzten aus den Fahrzeugtrümmern befreit waren, nahmen ein Gutachter und die Polizei aus Saarlouis – sie war mit drei Fahrzeuge und sechs Einsatzkräfte vor Ort – die Ermittlungen zum Unfallhergang auf.

Die parallel zur Autobahn 620 führende L 170 blieb bis zum Ende der Aufräumarbeiten um 1 Uhr voll gesperrt. An beiden Autos entstand laut Polizei Totalschaden, die Schadenshöhe wird von den Beamten momentan auf etwa 40 000 Euro geschätzt.