| 20:23 Uhr

Saarbrücken
Viele Mängel bei Asbestarbeiten

Saarbrücken. Bei jeder dritten kontrollierten Baustelle hat das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) im vergangenen Jahr Mängel bei Asbestarbeiten festgestellt. Wie das saarländische Umweltministerium mitteilte, wurden 2017 dem LUA 414 sogenannte objektbezogene Anzeigen zu Tätigkeiten mit asbesthaltigen Gefahrstoffen nach der Gefahrstoffverordnung übermittelt. Bei 97 gewerblichen Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungs-Arbeiten wurde weitergehend vor Ort kontrolliert. Bei jeder dritten Baustelle wurden insgesamt 65 Mängel festgestellt. Bei acht Kontrollen waren die Mängel so gravierend, dass Bußgeldverfahren eingeleitet wurden. In 19 Fällen wurde Strafanzeige beim Landeskriminalamt erstattet.

Bei jeder dritten kontrollierten Baustelle hat das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) im vergangenen Jahr Mängel bei Asbestarbeiten festgestellt. Wie das saarländische Umweltministerium mitteilte, wurden 2017 dem LUA 414 sogenannte objektbezogene Anzeigen zu Tätigkeiten mit asbesthaltigen Gefahrstoffen nach der Gefahrstoffverordnung übermittelt. Bei 97 gewerblichen Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungs-Arbeiten wurde weitergehend vor Ort kontrolliert. Bei jeder dritten Baustelle wurden insgesamt 65 Mängel festgestellt. Bei acht Kontrollen waren die Mängel so gravierend, dass Bußgeldverfahren eingeleitet wurden. In 19 Fällen wurde Strafanzeige beim Landeskriminalamt erstattet.


Seit fünf Jahren wird im Saarland systematisch erfasst, ob die Vorschriften beim Umgang mit gefährlichen Asbestfasern eingehalten werden. „Leider müssen wir feststellen, dass trotz intensiver Aufklärungsarbeit und Schwerpunktkontrollen die Zahl der strafbewehrten Delikte nicht abnimmt“, sagte Umweltminister Reinhold Jost, (SPD). Im Jahr 2016 fand das LUA bei 30 Prozent der kontrollierten Baustellen Mängel bei Asbestarbeiten. Damals wurden 563 Asbestarbeiten gemeldet und 133 vor Ort kontrolliert.

Auch über 25 Jahre nach dem Verbot der Herstellung und Verwendung in Deutschland sei Asbest für die meisten Hand- und Heimwerker immer noch eine stille Gefahrenquelle, warnt Jost. Ein kontrollierter Umgang mit Asbestprodukten bei Bau- und Sanierungsarbeiten verhindere das Einatmen von Asbestfasern oder -staub. „Bei Verdacht auf Asbest gilt es, sachkundige Handwerker, Abbruch- und Sanierungsunternehmen zu beauftragen und so dem Ärger mit Nachbarn und Vollzug aus dem Weg zu gehen. Ich rate von Haustürgeschäften ab, die eine schnelle und günstige Dachsanierung oder gar verbotene Überdeckung des maroden Asbestdaches anbieten“, sagte der Minister abschließend.

Die Broschüre „Asbest – Eigenschaften, Vorkommen und Erkennen von Asbest“ kann beim Ministerium bestellt oder als pdf heruntergeladen werden. http://www.saarland.de/104766.htm