| 22:12 Uhr

Viele gute Taten in 72 Stunden

Am Sonntag um 17.07 Uhr endete die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Kinder und Jugendliche erfüllten vielerorts soziale Aufgaben, auch in unserer Region. Von SZ-Mitarbeiter Elmar Müller

Sulzbachtal/Fischbachtal. "Das schaffen wir nie." Das war der erste Gedanke von Axel Dossou, als er am Donnerstag kurz nach 17 Uhr auf dem Alten Markt in Dudweiler die Aufgabe für die katholische Jugend der Pfarrei St. Marien in Dudweiler für die 72-Stunden-Aktion entgegennahm. "Gestaltet das Außengelände des Kindergartens St. Marien, entfernt Sträucher, setzt einen neuen Zaun, baut einen Sandkasten, versetzt das Spiel, streicht Gartenhaus und Federtiere", las Bezirksbürgermeister Walter Rodermann vor. Am Samstagnachmittag wirkte Axel schon viel lockerer. Seine 20-köpfige Gruppe hatte trotz anfänglicher Probleme schon einiges auf die Beine gestellt.


Gegen 13 Uhr brachten Mädchen und Jungs Schotter mit Eimern und Schubkarren zum Sandkasten. "Das ist ganz schön anstrengend", keuchte der zwölfjährige Steven und meinte: "Heute Abend habe ich bestimmt Muskelkater." Und Axel war zuversichtlich: "Vielleicht werden wir heute noch mit unserer Aufgabe fertig."

Während die Dudweiler Gruppe den Sandkasten baute, wartete auf der Halde Lydia bei Fischbach die Gruppe der beiden Pfarreien St. Josef Fischbach und St. Paul Quierschied auf den Beton. Mit 70 Teilnehmern war es die stärkste Gruppe aus dem Dekanat Sulzbach. Die Mädchen und Jungs sollten auf der Halde ein Höhenkreuz errichten und Sitzgelegenheiten schaffen sowie auf dem Weg dorthin einen Kreuzweg mit sieben Stationen bauen.

Insgesamt machten bei der 72-Stunden-Aktion aus dem Dekanat Sulzbach elf Gruppen mit 240 Helfern mit - je vier aus Dudweiler und Quierschied, zwei aus Sulzbach und eine aus Friedrichsthal. In Herrensohr baute die Gruppe der Pfarrei St. Marien am integrativen Kindergarten der Lebenshilfe einen behindertengerechten Wasserspielplatz. Mädchen und Jungs der Mozartschule mussten sich am städtischen Kindergarten in Herrensohr um die Stelzenhäuser kümmern.

Projektort der Mädchen und Jungs der katholischen Pfarrgemeinde St. Bonifatius und St. Barbara sowie der evangelischen Kirchengemeinde Heilig Geist war das Seniorenhaus St. Irmina. Hier gestalteten sie unter anderem einen Klang- und Fühlgarten. In Friedrichsthal gestalteten die St. Georgs-Pfadfinder vom Stamm der Wikinger ein Kinderkochbuch. Zwei Aktionen gab es in Sulzbach: Die Gruppe "acta, non verba" der Pfarreien Allerheiligen und St. Hildegard nahm sich die Außengestaltung an der Tagesförderstätte der Lebenshilfe in Neuweiler vor. Die zweite Gruppe aus Sulzbach (von der Kinderkirche Altenwald und Hühnerfeld) stellte auf dem Karl-Holzer-Platz in Hühnerfeld einen Fahrrad-Spaß-Tag für Kinder auf die Beine.



In Quierschied organisierte die Malteser Jugend ein Erste-Hilfe-Familienfest. Die katholische Jugend der Pfarrei Maria Himmelfahrt stellte den alten Bolzplatz auf dem Gelände der partnerschaftlichen Erziehungshilfe in Camphausen wieder her. Und: Schüler der Klasse 6.4 der ERS Quierschied beseitigten Graffiti an der Brücke an der Glashütte, bemalten zudem dort zwei Brückenpfeiler.