| 20:14 Uhr

Versöhnlicher Saison-Abschluss

St. Ingbert. Auch wenn die Handballer des Oberligisten SGH St. Ingbert ihr letztes Saisonspiel am Samstagabend gegen den Tabellenvierten UVS Rheintal mit 38:39 (18:19) verloren haben, haben sie sich dennoch mit einer anständigen Leistung von ihren Fans verabschiedet

St. Ingbert. Auch wenn die Handballer des Oberligisten SGH St. Ingbert ihr letztes Saisonspiel am Samstagabend gegen den Tabellenvierten UVS Rheintal mit 38:39 (18:19) verloren haben, haben sie sich dennoch mit einer anständigen Leistung von ihren Fans verabschiedet.


Der Klassenverbleib war ja schon mit dem Sieg bei der TG Osthofen im vorletzten Spiel in trockenen Tüchern gewesen, so dass der doppelte Punktverlust gegen Rheintal nicht mehr allzu sehr schmerzte. Zumal er nach einer ansehnlichen Leistung zustande kam. Auf der St. Ingberter Bank saß zum Saison-Kehraus Mirko Schwarz, der seine aktive Laufbahn vor Wochen verletzungsbedingt beendet hatte. Interimstrainer Roland Jann hatte sich schon unter der Woche in den Urlaub nach Ägypten verabschiedet.

Mirko Schwarz wird in der nächsten Saison die zweite SGH-Mannschaft in der Verbandsliga trainieren, weil deren langjähriger Coach Bernd Kopp sich nach 37 Jahren eine Auszeit vom Handball gönnt. Die Oberliga-Mannschaft beendet die turbulente Spielzeit 2008/2009 mit dem ausgeglichenen Punktekonto von 30:30 und einem Torverhältnis von 846:869 auf dem achten Platz der Oberliga RPS.



Zum Spiel vom Samstag: "Ein Punkt für jede Mannschaft wäre gerechter gewesen", waren sich beide Trainer hinterher einig. Den Ausschlag für die Gäste vom Rhein hat jedoch letztendlich deren größere Cleverness gegeben. Von Gästetrainer Wolfgang Reckenthäler gab es sogar Lob für die Gastgeber. "Es war ein Spiel mit Klasse, Kampf und Tempo, obwohl es dabei um nichts mehr ging. Die SGH hat gezeigt, dass sie wieder da ist und die letzten Spiele nicht umsonst gewonnen hat."

Die Gäste führten lange (10:11, 18.), bis Mirko Schwarz eine Auszeit nahm und umstellen musste, "weil die Absprache nicht gestimmt hat". Seine Ansprache machte sich bezahlt: Lukas Zverina erzielte Ausgleich und Führung (12:11, 20.), die aber nie mehr als auf zwei Tore ausgebaut werden konnte (17:15, 25.).

"Doch immer, wenn bei uns keine Bewegung im Spiel war, gerieten wir wieder in Rückstand", sagte Mirko Schwarz in seiner Bilanz der ersten Halbzeit (17:18). Nach dem Wechsel musste Holger Lührs passen, weil er sich einen Finger gebrochen hatte. Das Spiel blieb jederzeit offen. St. Ingbert führte nun erstmals mit zwei Toren (27:25, 39.). Doch die Gäste drehten den Spieß um und lagen sieben Minuten vor dem Abpfiff mit 37:33 vorne. "Da habe ich geglaubt, jetzt gibt St. Ingbert auf. Aber sie haben uns den Gefallen nicht getan", lobte Wolfgang Reckenthäler die Moral der SGH. Auch wenn es nicht mehr ganz zum Ausgleich reichen sollte, war auch Oldie Peter Jancik sehr zufrieden: "Ich bin stolz auf die Mannschaft, niemand hat sich hängen lassen. Wir haben bis zum Schluss mit Herz gekämpft und haben mit Anstand verloren."

Der Slowake, der sich zuletzt trotz Dauerverletzung immer wieder in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte, wird auch noch in der nächsten Saison für die SGH spielen. Als Leitwolf eines Teams, "dessen Gesicht sich unter dem neuen Trainer Christian Schöller verändern wird. Einige junge Spieler aus den eigenen Reihen, aber auch aus anderen Vereinen werden zu uns stoßen. Wir werden eine junge Mannschaft haben, das war immer unser Bestreben", kündigt Abteilungsleiter Klaus Weiland an.cst/kk

Tore für die SGH: Lukas Zverina 11, Dominic Mader 7, Oliver Küch 6/4, Jaroslav Dobrovodsky, Michael Deckert, Peter Jancik je 3, Jan Weise 2, Martin Schwarz, Thorsten und Dirk Blaumeiser je 1.