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Kriminalität
Verfahren wegen Titel-Missbrauchs eingestellt

Saarbrücken. 5000 Euro muss der frühere Dozent S. (50), der an der Altenpflegeschule am Lehr-Institut für Gesundheitsberufe der SHG (Saarland Heilstätten GmbH) wirkte, bezahlen, damit die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen wegen Urkundenfälschung und Titel-Missbrauchs einstellt. Ein Gericht hat diesem Verfahren zugestimmt, so Pressestaatsanwalt Christoph Rebmann.Nach Bekanntwerden der Titelaffäre war S. im August 2017 von seinen politischen Ämtern zurückgetreten. Er war Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Lesben und Schwule in der SPD Saar (Schwusos)“ und Mitglied des Landesvorstandes. Die SHG trennte sich per Aufhebungsvertrag von ihm. Zuvor war durch Recherchen von zwei Mitarbeiterinnen bekannt geworden, dass er sich mit gefälschten Titeln und Urkunden geschmückt hat. Beide Frauen feuerte die SHG fristlos. Sie sollen gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen haben. Von Michael Jungmann
Michael Jungmann

Rebmann bestätigt, es handele sich um „Totalfälschungen“. Dies gelte für die Urkunde über die Verleihung des akademischen Grades Diplom-Theologe und die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Altenpfleger. Auch die Erlaubnis zur Erteilung von Religionsunterricht (Missio Canonica) sei gefälscht. Der Beschuldigte sei geständig und „hat sich insgesamt reuig gezeigt“.