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Grubenwasser
Verein: RAG muss Tests von PCB-Filteranlage bezahlen

Saarbrücken. Der Umweltverein Pro H2O Saar sieht eine saarländische Lösung zur Filterung des Giftstoffs PCB aus dem Grubenwasser in greifbarer Nähe. Der Bergbaukonzern RAG sei nun in der Pflicht, die Kosten für die voraussichtlich ein Jahr dauernden Probeläufe der Filteranlage der saarländischen Firma Blue Filtration zu übernehmen. Von Johannes Schleuning
Johannes Schleuning

Denn die RAG sei schließlich Verursacher der PCB-Gewässerbelastung. „Wir fordern die RAG auf, die Kosten für die weiteren Tests zu übernehmen und alle Schritte einzuleiten, um die Filteranlage zu realisieren. Sie darf nicht weiter auf Zeit spielen und auf einen schnellen Grubenwasseranstieg hoffen. Die Landesregierung muss der RAG klar machen, dass sie das Grubenwasser unabhängig von einem Anstieg des Grubenwassers zu reinigen hat“, so die Vereinsvorsitzenden Barbara Meyer-Gluche (Grüne), Hubert Ulrich (Grüne) und Illingens Bürgermeister Armin König (CDU). Das Umweltministerium hatte kürzlich mitgeteilt, eine verlängerte Testphase der Filteranlage bis Mitte Juli zu finanzieren, die anschließenden Probeläufe aber nicht mehr.