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Verein dokumentiert Wandel in Burbach

Saarbrücken. Der Kulturverein Burbach wurde ausgewählt, für die Landeshauptstadt Saarbrücken die nächste Stadtteildokumentation zu erstellen. In der sollen die Menschen im Stadtteil Burbach im Mittelpunkt stehen. Von SZ-MitarbeiterThorsten Grim

Wie gestaltet sich eigentlich das Leben in Burbach? Wie nehmen seine Bewohner den Saarbrücker Stadtteil wahr? Wie seine Besucher? Auf diese und andere Fragen will der Kulturverein Burbach, der am Freitag von Kulturdezernent Erik Schrader im Rathaus der Landeshauptstadt als Verfasser der nächsten Saarbrücker Stadtteildokumentation vorgestellt wurde, im Laufe eines Jahres Antworten geben. "Nachdem in den vergangenen Jahren jeweils Einzelpersonen ausgelobt worden waren, hat jetzt erstmals ein Team die Aufgabe des Stadtteilautors übernommen", sagte Schrader. "Ich bin sicher, dass es dem Team des Kulturvereins gelingen wird, intensive Einblicke in den Stadtteil Burbach zu gewinnen und anschließend der Öffentlichkeit zu präsentieren."

Der Kulturverein Burbach wurde im Jahr 2011 gegründet. Er hat sich auf die Fahne geschrieben, durch Veranstaltungen und kulturelle Projekte die Wahrnehmung des ehemaligen Hütten-Standorts, der noch immer gegen die Folgen des Strukturwandels ankämpft, sowohl bei Bewohnern als auch bei Besuchern zu verbessern.

Frank Schilling, Geschäftsführer des Kulturvereins, erklärte: "Thematisch soll die Dokumentation unter dem Titel ‚Burbach - Stadtteilkultur im Wandel' stehen." Auf drei Säulen soll die Doku fußen: "Wir wollen Burbach zunächst auf künstlerischer Ebene beleuchten", erläuterte Schilling. Aber auch die "Macher" und "Akteure" des Stadtteils mit seinen 14 600 Einwohnern werden zu Wort kommen. Und nicht zuletzt wollen Schilling und seine Mitstreiter die unterschiedlichen Orte, die den Stadtteil prägen, ins Licht rücken - ohne Problemzonen auszublenden, "um am Ende auf die Menschen in Burbach zurückzukommen".

Auch die Burbacher Schulen, sollen fest in das Projekt eingebunden werden, unterstreicht Julia Beer, Vorstandsmitglied des Kulturvereins und Leiterin der Offenen Ganztagsschule Weyersberg: "Wir unterrichten an unserer Schule rund 430 Kinder aus etwa 35 Nationen und repräsentieren somit den Stadtteil Burbach."

Redaktionell schwebt dem Kulturverein eine moderne und multimediale Dokumentation vor, die stilistisch die Form eines Journals haben soll. 5000 Euro stellt die Stadt für die Arbeit bereit. Für die Präsentation der Ergebnisse wird einer weiterer Betrag in Höhe von 2500 Euro in Aussicht gestellt.