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Streit um AfD
Verein 21 Down Syndrom rügt AfD-Haltung zu Behinderten

(Symbolbild)
(Symbolbild) FOTO: dpa / Jonas Güttler
Saarbrücken. Der Verein Saar 21 Down-Syndrom Saarland hat die Äußerungen des AfD-Fraktionschefs Josef Dörr, der in der Debatte um neue Förderschulen zwischen „normalen“ und „kranken“ Schülern unterschieden hatte, als menschenverachtend zurückwiesen.

„Wir sind entsetzt, dass im Jahr 2018 bei einem Parteivorsitzenden eines Bundeslandes solche Meinungen, Menschenbilder und Unwissenheit vorherrschen“, teilte der Vorstand mit. Dies könne nicht stillschweigend hingenommen werden. Die Inklusion sei für alle Schüler sinnvoll. Auch nicht behinderte Kinder profitierten, etwa in Sozialkompetenz und Empathie. Inhaltlich sei Dörrs Aussage, über das Down-Syndrom falsch. „Trisomie 21 ist eine genetisch bedingte Veränderung in den Chromosomen, also keine Krankheit“, so der Vorstand.


Dörr sagte gestern, ihm liege es fern, etwas gegen behinderte Kinder zu haben. Seine Forderung nach neuen Förderschulen beziehe sich auf „emotional-sozial gestörte“ Kinder, die für andere eine potentielle Gefahr darstellten. Durch die aufgeregte Diskussion im Parlament gebe es manchmal eine Wortwahl, an die man gar nicht gedacht habe.

(ukl)