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Verbraucherschutzminister Jost warnt
Hacker profitieren von Sorglosigkeit im Umgang mit Daten

 (Symbolbild)
(Symbolbild) FOTO: dpa / Oliver Berg
Saarbrücken. Aus gegebenem Anlass ruft der saarländische Verbraucherschutzminister Jost (SPD) zu einem reflektierteren Umgang mit personenbezogenen Daten auf. Von Dominik Dix

Immer wieder kommt es zu Hackerangriffen, bei denen Täter massenhaft Daten abgreifen. Nicht nur große Firmen müssen sich gegen den Datendiebstahl zur Wehr setzen, auch Einzelpersonen sind häufig betroffen. Das hat der Fall des 20-Jährigen aus Homberg in Mittelhessen gezeigt, der vergangene Woche die persönlichen Kontaktdaten und Chatverläufe von prominenten Personen veröffentlicht hat (wir berichteten).


Vor diesem Hintergrund warnt nun auch der saarländische Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) vor allzu großer „Sorglosigkeit“ im Umgang mit privaten Informationen im Internet. Diese mache es Hackern einfach „unerlaubt sensible, persönliche Daten zu sammeln und zu veröffentlichen“, so Jost in einer Pressemitteilung. Darin mahnt der Minister auch die meist negativen Folgen für die Betroffenen an, „etwa auf Bewerbungsverfahren für einen neuen Job.“

Drei Regeln seien zu beachten, so Jost weiter, um ein Mindestmaß an Sicherheit zu erzielen. Erstens solle man bei der Veröffentlichung persönlicher Daten oder Fotos kritisch hinterfragen, ob deren Preisgabe denn wirklich notwendig sei. Große Sorgfalt mahnt der Verbraucherschutzminister bei der Wahl des Passwortes an. Nur ein sicheres und geheim gehaltenes Passwort garantiere Schutz vor ungewolltem Zugriff. Das Passwort sollte aus mindestens acht verschiedenen Zeichen bestehen und eine Mischung aus Zahlen, Zeichen sowie Groß- und Kleinschreibung sein. Und schließlich solle man alle „Privateinstellungen“ und „Datenschutzeinstellungen“ an den Endgeräten so wählen, dass möglichst wenige Informationen in den sozialen Netzwerken landeten.



Laut dem Statistikportal „statista“ gab es im Jahr 2017 in Deutschland 85 960 Straftaten im Bereich der Cyberkriminalität. Viele Fälle werden aus Unwissen gar nicht erst zur Anzeige gebracht.