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Kommentar
Verbindliche Alterstests sind der falsche Weg

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Hätte ein Alterstest für Flüchtlinge die Messer­attacke von Kandel verhindern können? Wahrscheinlich nicht. Denn der Verdächtige wurde nicht zum Täter, weil man ihn als Minderjährigen in Deutschland aufgenommen und hier zur Schule geschickt hat. Auch eine Röntgenuntersuchung hätte diese Tat nicht vorhersehen oder das impulsive und aggressive Verhalten des Mannes ändern können. Stephanie Schwarz

Die Sicherheitsbedenken der Gesellschaft lassen sich nicht mit Röntgenaufnahmen beheben. Sinnvoller wäre eine umfassende psychologische Begutachtung der Asylbewerber sowie persönliche und berufliche Perspektiven für Flüchtlinge zu schaffen. Und endlich bereits geltendes Recht umzusetzen. Asylanträge müssen zügig und verlässlich geprüft und Ausreisepflichtige konsequent abgeschoben werden.