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Verbandsliga, wir kommen

Friedrichsthal. Das Nachsitzen hat sich gelohnt: die FSG Schiffweiler kehrt nach einem 4:2 (3:2)-Erfolg im Entscheidungsspiel gegen die SG Jägersfreude in die Fußball-Verbandsliga zurück Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Friedrichsthal. Das Nachsitzen hat sich gelohnt: die FSG Schiffweiler kehrt nach einem 4:2 (3:2)-Erfolg im Entscheidungsspiel gegen die SG Jägersfreude in die Fußball-Verbandsliga zurück. "Nach der Aufholjagd der letzten Wochen hat sich die Mannschaft diesen Erfolg mehr als verdient", sagte der überglückliche FSG-Trainer Thomas Neumann nach der Partie am Mittwoch im Friedrichsthaler Stadion am Franzschacht, "jetzt machen wir bei der Abschlussfahrt nach Düsseldorf so richtig ein Fass auf." Vor dem Spiel gab es für Neumann allerdings eine Hiobsbotschaft: Andreas Nowogrocki meldete sich kurzfristig ab. "Er hat sich im Training das Knie verdreht. Er hat fast geheult", erzählte Neumann. Doch seine Mannschaftskameraden ließen vor fast 600 Zuschauern die Tränen schnell trocknen. Nach acht Minuten spazierte Tommy Geib zum Eckstoß auf die linke Seite. Seine flache und knallharte Hereingabe fälschte der Jägersfreuder Sascha Bickelmann ins eigene Tor ab. Schiffweiler blieb am Drücker, gewann mehr Zweikämpfe und verschaffte sich so auch ein spielerisches Übergewicht. Zwölf Minuten nach der Führung schnappte sich Sascha Neumann den Ball auf der linken Seite, zog in die Mitte, ließ dabei die Abwehrspieler Marco Molter und Domenic Mangione stehen wie Slalomstangen und zog aus 20 Metern ab. Ein Schuss wie ein Strich landete zum 2:0 im linken Torwinkel. Nur zehn Minuten später schien die Entscheidung gefallen. Der Ex-Hühnerfelder Sascha Sträßer nutzte eine weitere Unsicherheit der SGJ-Abwehr zum vermeintlich beruhigenden 3:0. "Meine Mannschaft war nach 30 Minuten plötzlich mit den Gedanken ganz wo anders", kritisierte Neumann die folgende Phase. Zunächst wurde Jan Bernarding beim 1:3 (34.) nicht richtig angegriffen, dann hatte FSG-Torwart Christian Wagner bei einem Bickelmann-Freistoß zum 2:3 (42.) keine Abwehrchance. Auch nach dem Wechsel war Jägersfreude dem Ausgleich näher als Schiffweiler der Entscheidung. Die SG traf dann zwar durch Manuel Allardt (51.), doch der gute Schiedsrichter Markus Fontaine hatte die knappe Abseitsstellung erkannt. Als der aufgerückte Abwehrspieler Marco Grenner nach einer Flanke von Neumann auf 4:2 (65.) erhöhte, war die Sache gelaufen - Schiffweiler kann für die Verbandsliga planen. Mit Kevin Schmitt, Tim Schäfer (beide Hüttigweiler), Christian Schneider (Furpach), Markus Görgen (Landsweiler-Reden), Timo Holl und Sascha Hebel (beide Höchen) stehen bereits sechs Neuzugänge fest. "Von denen ist keiner älter als 24 Jahre", betont Thomas Neumann, "jetzt brauchen wir noch zwei erfahrenere Spieler." "Jetzt machen wir bei der Abschlussfahrt in Düsseldorf ein Fass auf."FSG-Trainer Thomas Neumann