| 20:18 Uhr

Urplötzlich tat sich ein Loch auf

 Ludweiler Loch: In der Kirchstraße ist die Straßendecke eingebrochen. Die Schadstelle, die etwa 50 Zentimeter Durchmesser hat, wurde vom städtischen Tiefbauamt provisorisch gesichert. Foto: Lange
Ludweiler Loch: In der Kirchstraße ist die Straßendecke eingebrochen. Die Schadstelle, die etwa 50 Zentimeter Durchmesser hat, wurde vom städtischen Tiefbauamt provisorisch gesichert. Foto: Lange
Ludweiler. Glück hatten die Autofahrer, die ab Donnerstag die Kirchstraße in Ludweiler in Höhe der ehemaligen Herz-Jesu-Pfarrkirche befuhren. Denn praktisch über Nacht hatte sich am Straßenrand ein Loch aufgetan mit einem Durchmesser von rund 50 Zentimetern und ungefähr 1,50 Meter Tiefe. Passiert ist zum Glück nichts Von SZ-Mitarbeiter Horst Lange

Ludweiler. Glück hatten die Autofahrer, die ab Donnerstag die Kirchstraße in Ludweiler in Höhe der ehemaligen Herz-Jesu-Pfarrkirche befuhren. Denn praktisch über Nacht hatte sich am Straßenrand ein Loch aufgetan mit einem Durchmesser von rund 50 Zentimetern und ungefähr 1,50 Meter Tiefe. Passiert ist zum Glück nichts. Und inzwischen hat das Völklinger Tiefbauamt die Gefahrenstelle abgesichert. Außerdem ist die Durchfahrt in Richtung Alte Ansiedlung und in umgekehrter Richtung in Richtung Grundschule und Ortsmitte gesperrt. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist der desolate Kanal Ursache für diesen Einbruch.


Bereits vor Jahren brach nur wenige Meter unterhalb, an der Einmündung Zum Heidenhübel, die Straße großflächig ein. Gründe sind vermutlich die Langzeitfolgen des untertägigen Kohleabbaus und das Alter der Kanalisation. Noch vor einem Jahr wären die Folgen für den Durchgangsverkehr gravierender gewesen, denn die Bewohner der Neuen Ansiedlung nutzten diese Straße stets, um "ins Dorf" zu kommen. Doch nun sind viele Häuser der Kolonie bereits abgerissen. Und nur noch wenige Bewohner der Neuen Ansiedlung harren in dieser Geistersiedlung aus.

Jetzt werden sich wohl die Bewohner der Straße Am Käsberg auf mehr Verkehr einstellen müssen, nutzen doch viele Autofahrer diese Straße als Abkürzung nach Großrosseln, um den Verkehrsknotenpunkt am Rotweg zu umgehen. Ärgerlich, finden viele Bewohner am Käsberg und der Rosseler Straße, sind diese doch als reine Anliegerstraßen mit Geschwindigkeitsbegrenzung ausgewiesen.



Wie lange die Kirchstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden muss, steht noch in den Sternen. Zunächst sind Untersuchungen über das Ausmaß des Kanalschadens notwendig.