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Unterschiede in der Schul- und Wirtschaftspolitik

Saarbrücken. Das Rennen um den Posten des Regionalverbandsdirektors wird spannend. Fünf Männer wollen am 7. Juni die Direktwahl gewinnen

Saarbrücken. Das Rennen um den Posten des Regionalverbandsdirektors wird spannend. Fünf Männer wollen am 7. Juni die Direktwahl gewinnen. Gestern Abend trafen die Kandidaten während der Podiumsdiskussion von Saarbrücker Zeitung und Saarländischem Rundfunk im Schlossfestsaal aufeinander: Rainer Grün (CDU), Peter Gillo (SPD), Manfred Baldauf (FDP), Stephan Körner (Grüne) und Klaus-Eckhard Walker, der als Parteiloser mit Unterstützung der Linken antritt. Der Wahlsieger löst Ulf Huppert (FDP) ab, dessen Amtszeit ausläuft. Er wurde nach der Verwaltungsreform von der Landesregierung eingesetzt und leitet seit 2008 den Regionalverband. Auf dem Podium kamen viele wichtigen Themen zur Sprache: Dabei gab es viel Kritik gab am Kooperationsrat, einem neuen Gremium, in dem die Verwaltungschefs der beteiligten Kommunen vertreten sein sollen. Den verteidigte lediglich Grün: "Was soll daran schlimm sein, wenn die, die die Kosten Tragen, in die Entscheidung mit eingebunden werden." Baldauf befürchtet: "Dieser Rat wird ein reiner Debattierklub." Gillo glaubt nicht, "dass aus diesem Gremium etwas Konstruktives herauskommt." Deshalb will er: "Die Oberbürgermeister sollen sich klar dazu äußern, ob sie eine aktive Wirtschaftsförderung wollen, oder ob sie wollen, dass andere Landkreise an uns vorbeiziehen." Unterschiedliche Meinungen auch zu Ganztagsangeboten an weiterführenden Schulen. Grün: "Die CDU wird nur dort Ganztagsschulen einrichten, wo die Eltern es wünschen." Gillo verwies auf die riesige Nachfrage und nannte seinen Vorsatz: "Ich will jedes Jahr eine Ganztagsschule einrichten." > Berichte folgen sm/al