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Personalnot auf den Stationen
Uniklinik will Pflegekräfte auf allen Stationen entlasten

Das Universitätsklinikum in Homburg will seine Pflegekräfte auf allen Stationen entlasten. (Symbolbild)
Das Universitätsklinikum in Homburg will seine Pflegekräfte auf allen Stationen entlasten. (Symbolbild) FOTO: Patrick Seeger / dpa
Homburg. Die Spitze der Homburger Klinik will die Beschäftigten auf allen Stationen entlasten. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Die Leitung des Universitätsklinikums (UKS) in Homburg und der Personalrat wollen von Freitag an über bessere Arbeitsbedingungen für die rund 5000 Beschäftigten verhandeln. Dabei soll es um „Maßnahmen zur Entlastung aller Stationen“ gehen, wie das UKS gestern bekannt gab. Die Verhandlungspunkte stammen demnach aus den Gesprächen, die UKS-Leitung, Personalrat und Verdi im Jahr 2017 geführt hatten. Damals hatte sich die UKS-Spitze überraschend auf Gespräche mit Verdi eingelassen und ein Verdi-Papier akzeptiert, in dem als Ziel definiert wurde, alle Beschäftigten des Uniklinikums zu entlasten, nachts keine Krankenschwester mehr allein auf einer Station arbeiten zu lassen und Pools mit zusätzlichen Pflegekräften einzurichten.


Die UKS-Spitze lobt diese Gespräche aus dem Jahr 2017, während Verdi sie als gescheitert betrachtet. Die Entlastung des Pflegepersonals auf den Stationen sei für das UKS „von zentraler Bedeutung“, heißt es in einer Stellungnahme. So werde seit 2017 ein flexibler Mitarbeiterpool in den chirurgischen Kliniken etabliert, der die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verbessern und zugleich die Arbeitsorganisation optimieren werde. Auf der Krebsstation M1-NCU, die durch ein Ultimatum der Pflegekräfte in die Schlagzeilen geraten war, habe die UKS-Leitung zusammen mit dem Personalrat, den Mitarbeitern und Verdi das akute Problem gelöst.