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| 21:14 Uhr

Überherrn steht vor Herausforderungen

Auch der Ortseingang Berus Richtung Ittersdorf wird von der Bürgerwerkstatt neu gestaltet. Foto: Heike Theobald
Auch der Ortseingang Berus Richtung Ittersdorf wird von der Bürgerwerkstatt neu gestaltet. Foto: Heike Theobald
Überherrn. Gleich zwei Großprojekte brachten die Gemeinde Überherrn 2012 in die überregionalen Medien. Das eine, von Bürgermeister Bernd Gillo als "Jahrhundertprojekt" bezeichnet, das andere als "Meilenstein beim Thema erneuerbarer Energien" Von SZ-Mitarbeiterin Heike Theobald

Überherrn. Gleich zwei Großprojekte brachten die Gemeinde Überherrn 2012 in die überregionalen Medien. Das eine, von Bürgermeister Bernd Gillo als "Jahrhundertprojekt" bezeichnet, das andere als "Meilenstein beim Thema erneuerbarer Energien". Die B 269 neu und das Solarkraftwerk auf einer ehemaligen, 20 Hektar großen Ackerfläche stechen beim Jahresrückblick der Gemeinde heraus. Aber auch aus kommunaler Sicht stand und steht Überherrn vor großen Herausforderungen.Die größte Photovoltaik-Freiflächenanlage im südwestdeutschen Raum ging am 30. Juni ans Netz. 44 000 Solarmodule sind verbaut worden. Mit einer Leistung von 10.2 Megawatt können bis zu 2500 Häuser mit Elektrizität versorgt werden. Überherrn setzt auf ein eigenes Energiekonzept, und darin ist die Freiflächenanlage ein Meilenstein. "Zurzeit sind in Überherrn 14,63 Megawatt Leistungen installiert", erklärte Gillo beim Neujahrsempfang. Etwa 3200 Haushalte mit drei bis vier Personen können damit mit Strom versorgt werden. "Nebenbei werden etwa 8500 Tonnen Kohlendioxid eingespart", erklärte Gillo.

Gleich neben der großen Photovoltaik-Freiflächenanlage ist wenige Wochen nach der Inbetriebnahme ein weiteres Großprojekt der Öffentlichkeit übergeben worden. Die Bundesstraße 269 neu ist neun Kilometer lang, verbindet die Querspange Saarlouis/Ensdorf und die Route Nationale in Frankreich. Rund 50 Millionen Euro investierte der Bund. 2,8 Kilometer lang war das letzte und aufwendigste Teilstück, an dem der Landesbetrieb für Straßenbau im vergangenen Jahr mit Hochdruck arbeitete. Und er schaffte es, die Fertigstellung drei Monate nach vorne zu verschieben. Die Bauzeit insgesamt betrug acht Jahre und gilt deshalb in Gillos Augen als "Jahrhundertbauwerk", auf das Überherrn lange gewartet habe. Die Bundesstraße entlastet den Schwerlastverkehr durch die Gemeinde erheblich.

Nicht entlastend, sondern belastend ist die Haushaltslage der Gemeinde. Die Haushaltssanierungspläne müssen jährlich 90 000 Euro Einsparungen aufweisen. Für 2012 und 2013 ist dieses Ziel erreicht. "Dies ist uns allen nicht leicht gefallen, aber wir haben die Beschlüsse einvernehmlich gefasst", erklärte Gillo. In Zukunft will Überherrn verstärkt auf interkommunale Zusammenarbeit setzen, zugleich weiterhin auf bürgerliches Engagement pochen, ein Engagement, das in der Gemeinde auch im vergangenen Jahr über die Bürgerwerkstätten außerordentlich unter Beweis gestellt wurde.