| 21:02 Uhr

Saarbrücken
Über 14 Millionen Euro für zwei Forschungsprojekte der Saar-Uni

Saarbrücken. (byl) Die Saar-Universität erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten vier Jahren 14,6 Millionen Euro für zwei große Forschungsprogramme. Elf Millionen sind für die Verlängerung des in den Sprachwissenschaften angesiedelten Sonderforschungsbereichs (SFB) „Informationsdichte und sprachliche Kodierung“ bestimmt. Weitere 3,6 Millionen gehen an einen SFB der Medizinischen Fakultät. In Homburg untersuchen Forscher um Professor Veit Flockerzi im Verbund mit Wissenschaftlern aus München, Freiburg, Heidelberg und Leipzig, wie Körperzellen kommunizieren. Dabei geht es um sogenannte Ionenkanäle in den Membranen der Zellen, die bei vielen Krankheiten, von der Osteoporose bis zu Herzrhythmusstörungen, eine Rolle spielen.
Peter Bylda

(byl) Die Saar-Universität erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten vier Jahren 14,6 Millionen Euro für zwei große Forschungsprogramme. Elf Millionen sind für die Verlängerung des in den Sprachwissenschaften angesiedelten Sonderforschungsbereichs (SFB) „Informationsdichte und sprachliche Kodierung“ bestimmt. Weitere 3,6 Millionen gehen an einen SFB der Medizinischen Fakultät. In Homburg untersuchen Forscher um Professor Veit Flockerzi im Verbund mit Wissenschaftlern aus München, Freiburg, Heidelberg und Leipzig, wie Körperzellen kommunizieren. Dabei geht es um sogenannte Ionenkanäle in den Membranen der Zellen, die bei vielen Krankheiten, von der Osteoporose bis zu Herzrhythmusstörungen, eine Rolle spielen.


Kommunikation steht auch im Zentrum des sprachwissenschaftlichen SFB in Saarbrücken, erläutert dessen Sprecherin Professor Elke Teich. Hier wollen Wissenschaftler vieler Disziplinen herausfinden, wie es Menschen hinbekommen, sich in Wortwahl und Ausdrucksweise in einem Gespräch an ihren jeweiligen Partner so anzupassen, dass dieser weder überfordert noch gelangweilt wird. Das dabei gewonnene Wissen könnte künftig den Sprachunterricht verbessern, aber auch für Verfahren der maschinellen Übersetzung genutzt werden. Auch das Thema Mehrsprachigkeit wird im SFB untersucht. Mit den DFG-Millionen sollen allein in Saarbrücken über 30 Arbeitsstellen finanziert werden.

Sonderforschungsbereiche gelten als Gradmesser der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Hochschule. Die Saar-Uni hat jetzt sieben dieser Einrichtungen. Sie stehe damit, so erklärte Uni-Präsident Professor Manfred Schmitt, im bundesweiten Vergleich der Hochschulen ihrer Größe hervorragend dar.