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Türkismühle: Kind (3) steckt in Teigmaschine fest

Türkismühle. Großer Schreck in einer Dönerbude: In deren Großküche gerät die kleine Hand eines Jungen zwischen die mächtigen Knethaken einer Maschine und wird dabei eingeklemmt. Der Verletzte kommt in die Klinik. Von SZ-RedakteurMatthias Zimmermann

Die kindliche Neugierde eines kleinen Jungen hatte in Türkismühle fatale Folgen. Der Dreijährige geriet dadurch in der Großküche eines Kebabladens in der Saarbrücker Straße in arge Bedrängnis. Gleichzeitig verursachte dies am Montagabend einen Großeinsatz der Hilfskräfte.

Es war gegen 18.45 Uhr, berichtet Nohfeldens Feuerwehrsprecher Daniel Gisch, als eine Frau, die Mutter des jungen Opfers, in der Küche Essen zubereitete. Sie bediente währenddessen auch eine große Teigmaschine, wie sie üblicher Weise in der Gastronomie zum Einsatz kommt. In einem unbeaufsichtigten Moment griff der Dreijährige in das Gerät, in dem sich die im Vergleich zu seinem Arm mächtigen Knethaken bewegten. Diese klemmten seinen Arm ein. Aus eigener Kraft und mit der seiner Mutter war er nicht mehr zu befreien.

Spezialgerät im Einsatz

Erst die Feuerwehr schaffte es, mit Spezialgerät den Jungen aus seiner misslichen Lage zu retten. Mit einem so genannten Spreizer legten sie Hand und Arm frei. Dann kam er mit einem Rettungswagen nach Idar-Oberstein ins Krankenhaus. Laut übereinstimmenden Berichten der Polizei und Feuerwehr erlitt er nur leichte Verletzungen: Seine Hand war von der Maschine gequetscht worden. Mittlerweile sei er wieder zu Hause.

Wie Gisch des Weiteren informiert, waren seine Kollegen "großzügig alarmiert worden", nachdem die Leitstelle Menschenrettung ausgerufen hatte. So waren sie mit gleich sieben Wagen im Einsatz. Laut Türkismühler Polizei kamen 40 Feuerwehrleute aus den Nohfelder Orten Wolfersweiler, Nohfelden, Selbach und aus Türkismühle selbst zur Unglücksstelle. Zudem war ein Krankenwagen vor Ort sowie Polizisten, die für den Rettungshubschrauber Christoph 16 Platz schafften. Der war vorsichtshalber geordert worden, als noch nicht klar war, wie brenzlig die Lage ist.

Das Großaufgebot der Hilfskräfte bis 19.20 Uhr sorgte zudem für Aufsehen bei Anwohnern und Passanten. Gisch spricht in diesem Zusammenhang auch von "einem nicht alltäglichen Einsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst", der glimpflich ausging.