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Träger kritisieren Land wegen Mittelkürzung für psychisch Kranke

Saarbrücken. . Sechs Träger-Organisationen von Arbeitstrainingsplätzen für 50 bis 60 seelisch Behinderte im Saarland haben gestern das Sozialministerium aufgefordert, ab 2014 weiterhin jährlich 250 000 Euro für die Maßnahmen bereitzustellen. dik

Nach Angaben des Trägersprechers Horst Schneider, Geschäftsführer Psychosoziale Projekte Saarpfalz GmbH, hat das Ministerium mit der Mittelstreichung die Träger "vor vollendete Tatsachen gestellt". Eine Diskussion mit den Betroffenen und den Einrichtungen habe im Vorfeld der Sparentscheidung nicht stattgefunden, teilte Schneider mit. Dabei gebe es die Kooperation von Ministerium und Trägern seit 24 Jahren.

Das Training von psychisch Kranken, das diese für den ersten Arbeitsmarkt vorbereite, sei bundesweit anerkannt und auch kopiert worden. Fast 30 Prozent der bis zu 60 Betroffenen jährlich seien nach dem Training in reguläre Arbeitsverhältnisse übernommen worden, knapp 20 Prozent in Mini-Jobs und "weiterführende Maßnahmen". Das saarländische Sozialministerium will sich heute zu der Kritik der Träger-Verbände äußern.