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Torwartposition bereitet Sorgen

Saarbrücken. In der letzten englischen Woche der Fußball-Oberliga-Saison 2008/09 steht Meister 1 Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Saarbrücken. In der letzten englischen Woche der Fußball-Oberliga-Saison 2008/09 steht Meister 1. FC Saarbrücken vor zwei wichtigen Fragen: Wie geht die Mannschaft mit der ersten Saisonniederlage in einem Meisterschaftsspiel (1:2 in Homburg) um? Und: Wer steht heute Abend um 19 Uhr beim FK Pirmasens im Tor? Sicher nicht Enver Marina, dessen Gesundheitszustand offenbar Chefsache geworden ist. "Die neuerliche Verletzung von Enver hat nichts mit der vorangegangenen zu tun", stellte FCS-Präsident Horst Hinschberger am Samstag fest und ließ von Physiotherapeut Frank Sänger erklären, dass "es sich diesmal um eine Zerrung der Aduktorensehne an der vorgeschädigten Leiste handelt." Doch egal, ob alte oder neue Verletzung, das Ergebnis ist das gleiche: Marina fällt weiter aus und ist darüber richtig genervt."2009 war bislang des schlimmste Jahr meines Lebens", sagt der 32-jährige Albaner, "ich mache alles, um wieder zurück zu kommen. Aber es geht nicht voran." Heute will sich Marina einer weiteren Untersuchung bei einem Hüftspezialisten unterziehen.Auch der stark erkältete Marina-Vertreter Tobias Rott fehlte gestern beim Training. "Es ist keine Schweinegrippe und ich werde es überleben", witzelte Rott, "aber spielen werde ich gegen Pirmasens nicht können." Gemäß der Torwartrotation ist Fabian Seel als Ersatz vorgesehen. "Mit einer solchen Situation, dass ich plötzlich spielen darf, muss ich in jedem Spiel rechnen. Und dafür trainiere ich auch", sagt Seel, der den Verein zum Saisonende verlassen wird.Nach der Derbypleite könnte einem die Hintermannschaft des FCS Sorgen bereiten. Beim 0:1 gab es ein Abstimmungsproblem zwischen Rott und seinen Vorderleuten, das 1:2 legte Marcel Rozgonyi den Homburgern praktisch selbst vor. "Wir haben uns selbst am meisten geärgert", sagt Innenverteidiger Pietro Berrafato. "Aber die Niederlage ist auch irgendwie verzeihbar. Die Luft ist raus und der notwendige Druck fehlt dann einfach." Diese Aussage kann Marina so nicht nachvollziehen: "Ich hätte in Homburg jeden gefressen. Da muss man mit viel mehr Biss zur Sache gehen. Auch wenn es in der Meisterschaft um nichts mehr geht." Auch im Stadion Husterhöhe in Pirmasens geht es heute für den FCS um nichts mehr, der FKP wird sich dagegen für das 1:8-Debakel in der Hinrunde revanchieren wollen.