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Tore, Tränen und ein Berg Geschenke

Saarbrücken. Der 1. FC Saarbrücken hat am Samstag sein vorläufig letztes Heimspiel in der Fußball-Oberliga Südwest mit 3:0 (1:0) gegen den TuS Mayen gewonnen. "Es war eine Demonstration des Meisters", lobte Mayens Trainer Stefan Ruthenbeck und reklamierte scherzend eigenen Anteil am Titel

Saarbrücken. Der 1. FC Saarbrücken hat am Samstag sein vorläufig letztes Heimspiel in der Fußball-Oberliga Südwest mit 3:0 (1:0) gegen den TuS Mayen gewonnen. "Es war eine Demonstration des Meisters", lobte Mayens Trainer Stefan Ruthenbeck und reklamierte scherzend eigenen Anteil am Titel. "Mayen hat immer gegen die Mannschaft gespielt, die am nächsten Wochenende unser Gegner war", klärte FCS-Meistertrainer Dieter Ferner auf, "darum haben wir sehr oft telefoniert und Informationen ausgetauscht."Vor dem Spiel gab es die Meisterplakette und Medaillen für Spieler und Funktionsteam vom Präsidenten des Fußball-Regionalverbands Hans-Dieter Drewitz. Und auch Mayen erwies sich als angenehmer Gast im Ludwigspark. Ohne allzu heftige Gegenwehr ließ man den FCS kombinieren und nach 27 Minuten in Führung gehen. Lukas Kohler hatte geflankt, Nico Weißmann völlig freistehend eingeköpft. Nach knapp einer Stunde passte Manuel Zeitz auf Nazif Hajdarovic, der aus dreizehn Metern sein 21. Saisontor erzielte. Dem 3:0 durch Michael Petry (79.) war erneut eine Flanke von Kohler vorausgegangen. "Wir wollten uns sportlich und außersportlich so präsentieren, wie man es von der Mannschaft gewohnt ist", sagte Trainer Ferner im Hinblick auf die 1:2-Niederlagen in Homburg und Pirmasens, "das ist uns ganz gut gelungen." Dass man wieder einmal zahlreiche Chancen hatte liegenlassen - unter anderem zwei Aluminium-Treffer durch Gregory Strohmann (74.) und Marc Hümbert (81.) sowie ein von Nabil Dafi verschossener Foulelfmeter (55.) - störte am Samstag keinen der 2200 Zuschauer. Die verabschiedeten nach Spielschluss teils mit stehenden Ovationen sieben Spieler, die den Verein zum Saisonende verlassen werden. "Ich habe in Lotte mittrainiert und mir liegt eine Anfrage von Köllerbach vor. Aber ich will gerne Regionalliga spielen", sagte Pascal Stelletta, der mit seinen Emotionen kämpfte, "das letzte Spiel hier macht mich schon traurig." Seinen Tränen freien Lauf ließ Stürmer Nazif Hajdarovic. "Nach fünf Jahren hier geht man nicht gerne weg", sagte der Mann, der in Zukunft für Bayern München II Tore schießen soll, "die Fans haben mich toll verabschiedet. Das Tor vor eigenem Publikum war ein ganz toller Abschluss."Und während der Bosnier mit einem Berg von Geschenken seiner Fans in der Kabine verschwand, machte erneut die Frage nach den Neuverpflichtungen die Runde. "Bei dem ein oder anderen sind wir auf einem guten Weg", hielt sich Ferner aber weiter bedeckt, "ich werde aber auch weiter keine Wasserstandsmeldungen abgeben." cor