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Kurz vor Ende der Abgabefrist
Tausende Einwendungen gegen Grubenflutung

Der Wassergarten in Reden auf dem Gelände der ehemaligen Grube.
Der Wassergarten in Reden auf dem Gelände der ehemaligen Grube. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Kurz vor Ende der Abgabefrist sind zahlreiche weitere Einwendungen gegen den geplanten Grubenwasseranstieg in den früheren Bergwerken im Saarland eingegangen. Der Landesverband der Bergbaubetroffenen und die Saar-Grünen übergaben dem Oberbergamt des Saarlandes am Montag mehr als 1000, die sie zuvor gesammelt hatten, wie der Landeschef von Bündnis 90/Die Grünen, Markus Tressel, sagte. Zuvor hatten beim Oberbergamt laut Sprecherin bereits „weitaus mehr als 2000 Einwendungen“ vorgelegen. Die Frist zur Abgabe endet an diesem Montag (15. Januar) um Mitternacht.

Mit den eingebrachten Bedenken reagieren die Saarländer auf einen Antrag des Bergbaukonzerns RAG, der nach dem Ende des Saar-Bergbaus Mitte 2012 die Gruben in Duhamel und Reden nun in einem ersten Schritt bis 320 Meter unter normal Null volllaufen lassen will. Bisher wird das Grubenwasser abgepumpt. Alle Einwendungen werden im laufenden Planfeststellungsverfahren geprüft. Im betroffenen Gebiet liegen 30 Kommunen.



Die größte Gefahr bei einem Grubenwasseranstieg besteht nach Einschätzung Tressels in einer Verunreinigung des Trinkwassers - vor allem erst in der zweiten Phase des Anstiegs bis zur Tagesoberfläche, der bis 2035 geplant ist. Zudem drohten Hebungen an der Erdoberfläche. Für den Grünen-Landeschef zeigt die Zahl an Einwendungen, „dass das Interesse enorm ist und dass die Menschen den Grubenwasseranstieg nicht wollen“. Es sei erkennbar, dass es „hier eine große Bewegung gibt“, die bereit sei, gegen eine Genehmigung zu kämpfen.

Die Landesregierung nehme die Einwendungen „sehr ernst“, sagte der Sprecher des saarländischen Wirtschaftsministeriums. Er ging nicht davon aus, dass es 2018 noch eine Entscheidung geben werde.

(dpa)