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Tausche alten Heizkessel gegen moderne Wärmepumpe

Sie hat eine Sonderkonjunktur sondergleichen ausgelöst: Der Run auf die Abwrackprämie für Altautos hat alle Beobachter überrascht. Wie weit das zweite Ziel - die Entlastung der Umwelt durch eine Reduzierung des Klimagases Kohlendioxid (CO2) - erreicht wird, steht noch in den Sternen. Denn vor allem relativ sparsame Klein- und Mittelklasseautos dürften in den Schrottpressen gelandet sein

Sie hat eine Sonderkonjunktur sondergleichen ausgelöst: Der Run auf die Abwrackprämie für Altautos hat alle Beobachter überrascht. Wie weit das zweite Ziel - die Entlastung der Umwelt durch eine Reduzierung des Klimagases Kohlendioxid (CO2) - erreicht wird, steht noch in den Sternen. Denn vor allem relativ sparsame Klein- und Mittelklasseautos dürften in den Schrottpressen gelandet sein. Großes CO2-Sparpotenzial sitzt aber auch in den Kellern vieler Häuser. Ein Hersteller von Wärmepumpen hat deshalb in Eigenregie und ganz ohne staatliche Unterstützung eine Abwrackprämie für alte Heizkessel aufgelegt, die bis zum 31. Juli in Anspruch genommen werden kann. Die Prämie ist unabhängig von der Wärmequelle. Eine Wärmepumpe bezieht im Regelfall rund 75 Prozent ihrer Heizenergie kostenfrei aus der Erde, dem Wasser oder der Luft, nur zirka 25 Prozent müssen aus dem Stromnetz für den Betrieb der Pumpe selbst hinzukommen. Schon heute erreicht die Technik damit eine erhebliche CO2-Einsparung gegenüber Brennern. Da in Zukunft noch mehr Elektrizität aus Wind, Sonne und Wasserkraft stammen wird, ist eine weitere Verbesserung der Klimabilanz dieser Technik zu erwarten. Welche Wärmequelle die Wärmepumpe konkret nutzt, ist für den Erhalt der Prämie im übrigen unerheblich. Denn die Auswahl der Technik hängt maßgeblich von den örtlichen Voraussetzungen ab. "Am bekanntesten sind flächig verlegte Erdkollektoren, die oft im Neubau eingesetzt werden", erläutert Karl Ochsner, stellvertretender Geschäftsleiter des Wärmepumpenspezialisten Ochsner. "Grundwasser als Wärmequelle liefert besonders günstige Wärme, ist aber nicht überall nutzbar. Tiefenbohrungen können auch im Altbau sinnvoll sein, da sie einen geringen Flächenbedarf haben und ein eingewachsener Garten erhalten bleiben kann. Das Gleiche gilt für die Wärmequelle Luft. Deren Effizienz ist zwar etwas geringer, dafür ist auch der Installationsaufwand minimal", so Ochsner weiter. Er rät, mit einem Fachbetrieb zu klären, welche Technik im Einzelfall am sinnvollsten ist und wie schnell sie sich rechnet. Neben den Einsparungen bei den laufenden Kosten muss bei der Anschaffung einer Wärmepumpe also nun auch die Abwrackprämie einbezogen werden - ganz abgesehen davon, dass ein herkömmlicher neuer Brenner natürlich auch Geld kostet. Vergessen werden dürfen auch nicht die staatlichen Zuschüsse, die es für umweltfreundliche Heiztechniken wie die Wärmepumpe gibt. djd