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Tarifstreit führt zu Behinderungen im Saarbahn-Verkehr

Saarbrücken. Ein Streik von Saarbahnfahrern hat gestern von 6.30 Uhr bis 9.30 Uhr den Bahnverkehr zwischen Riegelsberg und Saargemünd ins Stocken gebracht. Betroffen war nach Angaben des Unternehmens Saarbahn&Bus vor allem der Streckenabschnitt zwischen Römerkastell und Saargemünd Von SZ-Redaktionsmitglied Fabian Bosse

Saarbrücken. Ein Streik von Saarbahnfahrern hat gestern von 6.30 Uhr bis 9.30 Uhr den Bahnverkehr zwischen Riegelsberg und Saargemünd ins Stocken gebracht. Betroffen war nach Angaben des Unternehmens Saarbahn&Bus vor allem der Streckenabschnitt zwischen Römerkastell und Saargemünd. Zwischen Riegelsberg und Brebach wurden 15 zusätzliche Busse eingesetzt, um den Verkehr aufrechtzuerhalten. "Dennoch kam es zu großen Verzögerungen", sagt Norbert Reuter, Geschäftsführer von SaarBahn&Bus. Hintergrund des Streiks: Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Saar (KAV Saar) sind gescheitert. Der KAV führt für die Saarbahn die Verhandlungen. Thomas Gelling, Leiter der Tarifabteilung der GDL, fordert für die Saarbahnführer das gleiche Gehalt wie für Lokführer der Deutschen Bahn. Gelling: "Ein Berufseinsteiger bekommt bei der Saarbahn 1976 Euro, bei der Deutschen Bahn 2250 Euro. Die Saarbahn-Lokführer leisten die gleiche Arbeit und tragen die gleiche Verantwortung. Deshalb haben sie auch den gleichen Lohn verdient." Saarbahn-Chef Reuter hält das für überzogen. Er verweist auf den Abschluss, der letzte Woche mit der Gewerkschaft Verdi erreicht wurde: "Das Angebot steht, Nachbesserungen wird es nicht geben!" Ergebnis dort: 3,7 Prozent mehr Lohn und 50 Euro Einmalzahlung. Gelling signalisiert Verhandlungsbereitschaft. Sollte das Unternehmen aber unbeweglich bleiben, kündigte er für kommende Woche weitere Streiks an.