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Gesundheit
Arzt berät heute bei Schlafstörungen

Saarbrücken. Stress, Hektik, Schichtarbeit, Sorge um den Arbeitsplatz. Millionen Deutsche finden nachts nicht genug Ruhe, um erfrischt den Tag zu meistern. Schlafstörungen gelten inzwischen als Zivilisationskrankheit. red

Männer in der Altersgruppe 30-45 Jahre sind besonders stark von Schlafproblemen betroffen. Hier spielen vermutlich berufliche Stressfaktoren eine wichtige Rolle. Frauen berichten mit zunehmendem Alter immer häufiger über Schlafprobleme. Unter den älteren Frauen über 60 Jahre sind es fast 40 Prozent.


Können Sie als Folge von Stress (Familie, Beruf, Krankheit) nicht mehr ein- oder durchschlafen oder wachen Sie früh am Morgen unerholt auf, so können Medikamente durchaus zu einer Entlastung der Situation beitragen. Die Schlafmitteleinnahme sollte jedoch zeitlich auf wenige Wochen begrenzt und nicht abrupt beendet werden. Besondere Vorsicht mit Schlafmitteln ist bei Vorliegen einer Lungenkrankheit geboten, da viele Schlafmittel die Atmung im Schlaf beeinträchtigen können. Dies gilt ebenso für ältere Menschen, da die muskelentspannende Wirkung einiger Schlafmittel die Sturzgefahr in der Nacht erhöhen kann (z.B. beim Gang zur Toilette). Bei chronischen Schlafstörungen sollten eher entspannende Medikamente, die auch zur Behandlung von Ängsten oder Depressionen eingesetzt werden, zur Anwendung kommen. Diese vermindern am Abend die ängstliche Anspannung und die stressbedingte Aktivierung.

Haben Sie Fragen zum Thema Schlafstörungen? Dann rufen Sie heute Abend den Telefon-Doktor an. Ein kompetenter Arzt für gesunden Schlaf steht Ihnen von 18 bis 20 Uhr zur Verfügung. Telefon: (0681) 5 02 26 20. Der Telefon-Doktor ist ein Service der SZ in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland.