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Serie Leser-Reporter
SZ-Leser verärgert über Telekom

Ärger über den Telefonanbieter. (Symbolbild)
Ärger über den Telefonanbieter. (Symbolbild) FOTO: Fredrik von Erichsen / picture alliance / dpa
St.Wendel. Nachdem die Stiefmutter des SZ-Lesers umgezogen ist, fehlte für Wochen der Telefonanschluss. Der Konzern habe aber weiter die Vertragskosten abgebucht. Von Marko Völke

Die Telekom verweigere seiner 79-jährigen Stiefmutter seit Oktober 2017 die Grundversorgung, schicke aber weiter die Rechnungen, ärgert sich ein SZ-Leser-Reporter aus St. Wendel, der anonym bleiben möchte. Die ältere Dame sei innerhalb von Tholey umgezogen und habe einen Antrag gestellt, ihren Festnetzanschluss unter Beibehaltung der bisherigen Rufnummer an die neue Adresse zu verlegen. „Aber es geschah nichts. Es wurde ihr auch kein Grund für eine Verzögerung oder ein Termin genannt“, sagt er.


Mitte Dezember habe er sich deshalb an die Telekom-Niederlassung in St. Wendel gewendet. Ein Mitarbeiter habe ihm erklärt, dass eine solche Änderung in zwei Wochen erledigt sein sollte. In diesem Fall gäbe es jedoch technische Probleme. Ende Dezember habe er noch mal nachgefragt und den Mitarbeiter mit den aus seiner Sicht offensichtlich unberechtigten Konto-Abbuchungen konfrontiert. Dieser habe ihm erklärt, dass er ihm nicht weiterhelfen könne und er sich an die Zentrale in Bonn wenden solle, sagt SZ-Leser. Noch am gleichen Tag habe er einen entsprechenden Brief verfasst, der unbeantwortet geblieben sei.

Deshalb startete er einen weiteren Versuch, Bewegung in die Sache zu bringen und rief bei der Hotline an. Nach einigen Warteschlangen und Weiterverbindungen sei er schließlich mit der Umzugsabteilung verbunden worden, die ihm bestätigt habe, dass die Angelegenheit „in Arbeit“ sei. Der Mitarbeiter habe ihm keinen Termin für die Lösung des Problems und noch nicht einmal einen ungefähren Zeitraum nennen können, sagt der St. Wendeler. Daraufhin habe er Mitte Januar einen weiteren Brief per Einschreiben an die Zentrale geschrieben. Eine Reaktion des Konzerns sei auch dieses Mal ausgeblieben. Die Abbuchungen seien dagegen weitergegangen.Telekom-Sprecherin Stefanie Halle bedauert den Vorfall: „Das soll so nicht passieren“. Wegen eines Leitungsmangels habe man den Auftrag leider bisher nicht abschließen können. Die Techniker würden nun zeitnah die erforderliche Baumaßnahme durchführen, um dann der Kundin einen Standardanschluss legen zu können“, versicherte sie. Für den Ärger habe sich das Unternehmen bereits mit einem Blumenstrauß entschuldigt. „Die zu viel berechneten Kosten für den Anschluss an alter Stelle bekommt die Kundin selbstverständlich zurück“, so Halle.