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Susanne Reichrath zur Wissenschaftsbeauftragten ernannt

Saarbrücken. Susanne Reichrath ist nicht mehr Koordinatorin für kulturelle Angelegenheiten. Die ehemalige Bildungs-Staatssekretärin wurde zur Beauftragten der Ministerpräsidentin für Wissenschaftsfragen ernannt und gehört nicht mehr zum Amtsbereich des Bildungs- und Kulturministeriums

Saarbrücken. Susanne Reichrath ist nicht mehr Koordinatorin für kulturelle Angelegenheiten. Die ehemalige Bildungs-Staatssekretärin wurde zur Beauftragten der Ministerpräsidentin für Wissenschaftsfragen ernannt und gehört nicht mehr zum Amtsbereich des Bildungs- und Kulturministeriums. Reichrath habe alle Funktionen, die sie im Kultursektor hatte, aufgegeben, sagte der neue Bildungs- und Kulturminister Ulrich Commerçon (SPD) auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung. Das Kulturkoordinatoren-Amt will er nicht beibehalten: "Ich sehe dafür keine Notwendigkeit. Wir brauchen keine Koordinatoren-Funktion oberhalb der Abteilungsleiter-Ebene." Commerçon kündigte eine grundsätzliche Neu-Organisation des Ministeriums an: "Es wird eine neue Struktur geben." Grund sei die Ausweitung des Aufgabenbereichs: Denkmalschutz und Entwicklungshilfe seien hinzu gekommen, auch werde die Industriekultur bald wieder im Kulturressort gemanagt.Das Kulturkoordinatoren-Amt war im Jahr 2009 von Kulturminister und Staatskanzlei-Chef Karl Rauber (CDU) geschaffen worden, nachdem das Bildungsministerium in der Jamaika-Koalition von den Grünen besetzt worden war. Die parteilose Reichrath räumte ihren Staatssekretärinnen-Posten und wurde im Rang einer Ministerialdirigentin beschäftigt. Im Zuge der Museums-Affäre Vierter Pavillon geriet Susanne Reichrath jedoch gerade auch von SPD-Seite zunehmend in die Kritik.


Gestartet war die gebürtige Saarbrückerin und promovierte Agrarwissenschaftlerin in der ersten Amtsperiode von Peter Müller (1999-2004) als Abteilungsleiterin für Wissenschaft und Forschung im damaligen Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft. ce

Foto: Becker&Bredel