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Studien nützen dem, der sie in Auftrag gibt

Verkehr Studien nützen dem, der sie in Auftrag gibt Zu „Verkehr in Saarbrücker Straße gesunken“, SZ vom 8. Juli 2013 Was eine Schlagzeile! „Verkehr in der Saarbrücker Straße gesunken“.

Dann auch noch um ein Drittel gegenüber 1990. Als Anwohner der Saarbrücker Straße bin ich natürlich begeistert über solch eine positive Entwicklung. Im Vergleich zu 1990 mag sich ja etwas geändert haben; mit der Saarbahn hat das aber nur am Rande zu tun. Bei mir macht sich Verwunderung breit, hatte doch die Gemeinde Riegelsberg bei einer Verkehrszählung in 2011 festgestellt, dass lediglich 1000 Autos pro Tag weniger auf der Saarbrücker Straße fahren, als vor dem Start der Saarbahn. Diese 1000 Autos hatten sich bei der Untersuchung dann an anderer Stelle gefunden, nämlich in der Überhofer Straße. Die Ergebnisse wurden am 09.06.2011 von der Gemeinde in einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert. Auch bezüglich der CO2 Emissionen hätte man besser die Belastung vor und nach Saarbahn verglichen, als Zahlen aus 1990 zu bemühen, wo viele Autos noch ohne Katalysator auf den Straßen unterwegs waren. Mit der Installation der Ampelanlagen für die Saarbahn haben sich die Stand- und Durchfahrtzeiten für Fahrzeuge in der Saarbrücker Straße massiv verlängert. Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass solche Studien und Vorhaben meistens den Gruppierungen helfen die diese beauftragt haben bzw. mit der Erstellung Geld verdienen. Die betroffenen Anwohner der Saarbrücker Straße werden weiterhin mit den täglichen Belastungen durch die Saarbahntrasse leben müssen.

Martin Elzer, Riegelsberg

Blitzer

"Geniale"Geschäftsidee





Zu "Auch positive Rückmeldungen zu den Blitzern", SZ vom 18. Juli 2013.

Die Stadtverwaltung in Püttlingen betreibt die Disziplinierung der motorisierten Bevölkerung und bedient sich dabei der Dienste eines Unternehmens. Dieses erhält für die Bereitstellung von Gerät und "know-how" eine Fallpauschale. Und so geht es womöglich weiter: Nutzt sich die Idee ab, justiert man die "Reizschwelle" von z.B. 58 km/h auf 56 und sukzessive weiter nach unten. Genial! Auf diese Geschäftsidee wäre ich auf meine alten Tage auch noch gern gekommen!

Norbert Schmitt (per E-Mail)