| 20:19 Uhr

Streik bei Saarbahn könnte Straßenverkehr stören

Saarbrücken. Sie wollten die Bürger warnen und um Verständnis für ihre Haltung im Konflikt mit der GDL werben - Peter Edlinger, Geschäftsführer der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken (VVS), der Muttergesellschaft von SBB, und Norbert Reuter, Chef von SBB, erläuterten gestern, warum sie der GdL nicht entgegenkommen

Saarbrücken. Sie wollten die Bürger warnen und um Verständnis für ihre Haltung im Konflikt mit der GDL werben - Peter Edlinger, Geschäftsführer der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken (VVS), der Muttergesellschaft von SBB, und Norbert Reuter, Chef von SBB, erläuterten gestern, warum sie der GdL nicht entgegenkommen.Beide beschrieben den Hintergrund des Konfliktes wie folgt: Am 27. April schlossen die Dienstleistungsgewerkschaft verdi und die ÖPNV-Unternehmen des Saarlandes einen landesweit geltenden Tarifvertrag, den TVN-Saar. Darin sicherten die Unternehmen ihren bisherigen Mitarbeitern zu, dass deren Löhne und Gehälter bestehen bleiben, rückwirkend ab 1. Januar um 3,7 Prozent erhöht werden und dass alle Beschäftigten 50 Euro Sonderzahlung bekommen. Dafür akzeptierte verdi, dass alle künftig zu engagierenden Mitarbeiter dieser Unternehmen landesweit nach einem einheitlichen Tarif-Gefüge eingestellt und bezahlt werden. SBB ging davon aus, die GdL werde den TVN-Saar übernehmen. Die GdL will aber einen Extra-Tarifvertrag, der dafür sorgt, dass ihre Mitglieder bei SBB genauso viel verdienen wie die Lokführer der Deutschen Bahn. SBB hat rund 70 Triebwagen-Fahrer, dreißig davon sind verdi-Mitglieder und unterliegen damit dem TVN-Saar. Etwa 40 sind bei der GdL. Reuter: "Wenn diese 40 GdL-Mitglieder künftig so bezahlt würden wie Lokführer bei der DB, dann bekämen sie Gehaltserhöhungen zwischen zehn und 15 Prozent." Während sich alle anderen ÖPNV-Beschäftigten im Saarland mit 3,7 Prozent bescheiden müssen. Zusätzliche Busse gemietet"Die GdL-Forderung ist völlig überzogen", meint Edlinger. Und ich habe kein Verständnis dafür, wenn die GdL verlangt, dass wir in unserem Unternehmen für in etwa gleichwertige Arbeiten extrem verschiedene Gehälter zahlen sollen." Edlinger und Reuter versicherten, dass SBB die Folgen des Tarifkonfliktes für die Bürger möglichst gering halten will. Reute: "Wir haben zusätzliche Busse gemietet und unseren Bereitschaftsdienst erhöht." fitz