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Storm lobt Brebacher Sozialprojekt

Saar-Sozialminister Andreas Storm (M.) besuchte das Brebacher Bürgerzentrum. Foto: Becker&Bredel
Saar-Sozialminister Andreas Storm (M.) besuchte das Brebacher Bürgerzentrum. Foto: Becker&Bredel
Brebach. Gehört hat der saarländische Sozialminister Andreas Storm schon oft vom Bürgerzentrum Brebach und seinen zahlreichen Projekten. "Jedes Mal, wenn es um Projekte geht, in denen es um das Zusammenlegen von Kulturen und Generationen dreht, dann wird das Bürgerzentrum als eines der ersten genannt", so Storm Von SZ-Mitarbeiter Andreas Lang

Brebach. Gehört hat der saarländische Sozialminister Andreas Storm schon oft vom Bürgerzentrum Brebach und seinen zahlreichen Projekten. "Jedes Mal, wenn es um Projekte geht, in denen es um das Zusammenlegen von Kulturen und Generationen dreht, dann wird das Bürgerzentrum als eines der ersten genannt", so Storm. Deshalb nahm er sich am Montag, als er einen Zuwendungsbescheid über 30 000 Euro an das Bürgerzentrum übergab, die Zeit, genaueres über das Projekt "Brebach versorgt sich selbst" zu erfahren. Das innovative Projekt läuft seit vergangenem Juli und will in dem Saarbrücker Stadtteil unter anderem die Lebensbedingungen für Senioren verbessern. Insbesondere ist dabei die Situation von älteren Migrantinnen und Migranten sowie von älteren Menschen mit geringem Einkommen im Blick. Auch Familien mit Kindern und Menschen, die Beschäftigung und Erwerbsarbeit suchen, sollen profitieren.


"Brebach braucht ein Generationen-, lebenslagen- und ethnienübergreifendes Zukunftskonzept: Alten Menschen soll es ermöglicht werden, so lange wie möglich selbstbestimmt in ihrem Zuhause leben zu können", erläuterte die Koordinatorin Ulli Heß. Projektmitarbeiterin Dagmar Schackmann vom Diakonischen Werk an der Saar: "Wir streben eine Verbindung von Ehrenamtlichen, Nachbarschaftshilfe, Alltagshilfediensten, semiprofessioneller Tätigkeit und professionellen Diensten an." Dazu hat das Bürgerzentrum verschiedene Initiativen ergriffen. So gibt es eine Beratungsstelle für Ältere und ihre Familienangehörigen. Diese hilft etwa bei der Suche nach einer altersgerechten Wohnung. Außerdem gibt es im Stadtteiltreff jetzt Bildungs- und Freizeitangebote, bei denen Wert darauf gelegt wird, dass auch ältere türkische Migranten teilnehmen können, da sie in die vorhandenen Freizeitangebote im Stadtteil bisher kaum eingebunden sind.

Sozialminister Andreas Storm begrüßte die Initiative: "Das Konzept einer quartiersbezogenen Stadtteilarbeit ist angesichts der demografischen Entwicklung zukunftsweisend und hat Vorbildcharakter." Diakoniepfarrer Udo Blank lobte die positiven Impulse für die Entwicklung des Stadtteils, die von "Brebach versorgt sich selbst" ausgehen und dankte Sozialminister Storm für die Förderung des Projekts.



Hintergrund

Das Projekt "Brebach versorgt sich selbst" ist eines von 49 Modellprojekten im Programm "Zuhause im Alter" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Wissenschaftlich begleitet wird es vom iSPO-Institut Saarbrücken. Ein Arbeitskreis aus Brebacher Bürgerinnen und Bürgern - die AG "Aktiv im Alter" - begleitet das Projekt ehrenamtlich und gibt wertvolle Anregungen. al